734 Dritter Abschnitt: Die Gestaltung d. Wirtschaft!. Prozesses i. d. Geschichte
zueinander in ihrer Stellung zu der Form der Aktiengesellschaft erkennen.Der Anteil der Aktiengesellschaften an dem Gesamtprodukt betrug, wiewir festgestellt haben, im Durchschnitt für alle Gewerbe im Jahre 190979,0%.
Erheblich über diesem Durchschnitt liegt der Anteil der Aktiengesell-schaften in folgenden Gewerben und Gewerbegruppen:
Zinkindustrie.100,0
Stahl- und Walzwerke.99,5
Glasindustrie..99,0
Hochöfen.98,7
Petroleumraffinerie.98,1
Chemische Industrie.98,0
Waggonindustrie.97,4
Elektrizitätsindustrie .96,3
Industrie Landwirtschaftlicher Maschinen.96,1
Öl-, Baumwollsamen- und Baumwollkuchenindustrie. . 95,8
Baumwollindustrie.95,3
Automobilindustrie.94,6
Papierindustrie.92,8
Zuckerindustrie.91,6
Brennerei- und Malzindustrie.90,3
Die niedrigsten Ziffern weisen auf:
Erzeugung von Butter, Käse und kondensierter Milch . 41,3%
Brotbäckerei.35,3 %
Männerkonfektion.32,9%
Frauenkonfektion.23,6%
Putzmacherei, Juweliergewerbe usw.
Abstract of the Census 1910, pag. 462. Vgl. Census Monogr. (1920)III. 96.
Uber den Anteil der übrigen Gesellschaftsformen gibt meinesWissens nur die deutsche Gewerbezählung nähere Auskunft. Ich begnügemich damit, das Verbreitungsgebiet der Offenen Handelsgesellschaft mit einigen Ziffern abzustecken.
Von 1000 Personen der Gehilfenbetriebe wurden 1907 beschäftigt inBetrieben von „mehreren Gesellschaftern“ im Durschschnitt aller Gewerbe173,2.
(Im Jahre 1895 waren es 176,3 Personen gewesen.)
Es waren damals in Deutschland also noch mehr Personen in OffenenHandelsgesellschaften als in Aktiengesellschaften (141,8) beschäftigt.
Gewerbegruppen mit überdurchschnittlichem Anteil sind folgende:
Textilindustrie. 348,4 °/ 00
Polygraphische Gewerbe. 288,8°/ 00
Papierindustrie.281,2 °/ 0 o
Industrie der forstwirtschaftlichen Nebenprodukte. . 255,3°/ 00
Lederindustrie. 226,4%o
Künstlerische Gewerbe.221,9°/oo
Industrie der Steine und Erden.2I7,2°/ 00