Einundfiinfzigstes Kapitel: Die Konzentration
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Die größten Eisenbahngruppen waren nach dem American Year Bookim Jahre 1912:
Harr iman- Gruppe . . .
33236 Meilen,
Morgan-Gruppe . . .
. 27918 „
Hill-Gruppe . . .
. 25370 „
Vanderbilt-Gruppe . . .
. 24026 „
Hawley-Gruppe . . .
. 16508 „
Gould-Gruppe . . .
. 15935 „
. 13187 „
Moore-Gruppe . . .
. 10627 „
166807 Meilen
Was für die Fernbahnen gilt, gilt in gesteigertem Maße für dieLokal- nnd Straßenbahnen.
Besonderes Interesse bieten die gebundenen Transportgewerbe nicht,da sich ihre Entwicklung zu Großbetrieben und die Konzentration dermehreren vorhandenen Großbetriebe zwangsläufig vollzieht. Der Grundist offensichtlich: die Mindestbetriebsgröße ist durch die Anlage vor-geschrieben und Hegt bereits im Bereiche sehr großer Betriebe. DieKonkurrenz aber zwischen mehreren dieser sehr großen Betriebe, wennüberhaupt mehrere nebeneinander bestehen können, ist so vernichtend,daß, wie wir schon sahen, die Entwicklung rasch zur Verständigungund darüber hinaus zu Konzernen und Fusionen führt.
Interessanter sind die freien Transportgewerbe.
2. Der Achstransport, das heißt also der Landtransport auf nichtgeschienten Wegen, lag, wie ich das im dreiundzwanzigsten Kapitel deszweiten Bandes geschildert habe, bis zum Ende der frühkapitalistischenEpoche ausschließlich in den Händen handwerksmäßiger Kärrner. Erbleibt im wesenthchen handwerksmäßig organisiert (soweit die „Post“sich nicht seiner bemächtigte), solange er dem Fernverkehr diente, dasheißt also bis zur Einführung der Eisenbahnen. Seitdem ist er immermehr ein großstädtisches Gewerbe geworden, das teils den Personen-verkehr besorgt, teils die Güter über kurze Strecken von und nach denBahnhöfen befördert.
Als Droschkenfuhrwesen ist der Achstransport bis heute vorwiegendkleinbetrieblich organisiert: selbst im heutigen Berlin werden auch dieAutodroschken zum größten Teile von ihren Besitzern oder einem Ge-hilfen des Besitzers von zwei oder drei Wagen gefahren.
Daneben sind kapitalistische Fuhrunternehmen mittlerer Größeentstanden. Nach der deutschen Gewerbezählung sind (1907) von den in„Posthalterei, Personenfuhrwerk und Reitinstituten“ ermittelten Be-trieben :
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