Seclisundfünfzigstes Kapitel: Die vorkapitalistischen Wirtschaftssysteme 959
Bei der Lieferung der unter (a) und (b) genannten Güter wird dasHandwerk ausgeschaltet, obwohl sie teurer sind. Die Gründe, weshalbdas Handwerk in der Qualität nicht konkurrieren kann, sind im wesent-lichen diejenigen, die den Großbetrieb dem Kleinbetrieb überlegenmachen: siehe das 33. Kapitel. Dieselben Gründe bewirken dann auchc) die Unterlegenheit des Handwerks im Preiskampf.
Welches ist nun aber der Bestand des Handwerks am Endeder hochkapitalistischen Epoche? Die Antwort auf diese Fragehabe ich im 51. Kapitel schon gegeben, als ich den Umfang der Konzen-trationsbewegung auf den verschiedenen Gebieten des Wirtschafts-lebens zur Darstellung gebracht habe. Ich setze hier die wichtigstenZiffern (unter Beschränkung auf Deutschland ) noch einmal her undfüge einzelnen von ihnen einige erläuternde Bemerkungen hinzu. Wirerinnern uns, daß die deutsche Gewerbezählung, der die Ziffern ent-nommen sind, Kleinbetriebe diejenigen Betriebe nennt, die 0—4 Hilfs-personen beschäftigen, Mittelbetriebe diejenigen mit 6—50, Groß-betriebe diejenigen mit mehr als 50 Personen. Das Handwerk umfaßtganz die Kleinbetriebe und einen Teil der Mittelbetriebe. Die Ziffernbeziehen sich auf die Gewerbezählung von 1907 und finden sich sämtlichin der Übersicht 6 in Band 220/21 d. Stat. d. D. R.
Ich stelle das Handelsgewerbe voran, weil in ihm das Handwerk
noch heute bei weitem überwiegt.
Es waren
Zahl
Zahl der
beschäftigten Personen
Kleinbetriebe
707 793
1171124
Mittelbetriebe
42093
484077
Großbetriebe
1146
116069
Von 100 Personen
Von 100 Betrieben
waren beschäftigt
•
waren
in den verschiedenen
Größenklassen
Kleinbetriebe
94,2
66,1
Mittelbetriebe
5,6
27,3
Großbetriebe
0.2
6.6
Von den Transportgewerben sind Eisenbahn, Telegraphie(Telephonie), Seeschiffahrt, Straßenbahnbetrieb u. v. a., wie wir fest-stellen konnten, ganz und gar für das Handwerk verloren. Da-gegen nimmt dieses in anderen Transportgewerben noch einen ziemlich