^ic Gefangnen dcü PlanlilS.
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bey diesem rechtschaffnen Manne diene, und daß er mir alleEhre erzeige.
Philok. Das brauchst du mir nicht zu befehlen. Ich würdees so thun.
T^-nd. Ich wäre bey ihm wie frey, nur daß ich einenWächter um mich hätte. Und endlich sage meinem Vater, aufwas für Art ich mit ihm, wegen seines Sohns, einig gewor-den wäre.
Philok. Du halst dich nur auf, da du mir etwas beficblst,was ich ohnedem thun würde.
iLynd' Nämlich, daß er seinen Sohn ranzionircn, undihn an unser beyder Statt zurück schicken solle.
Philok. Das will ich nicht vergessen.
-Hegio. Er soll es aber, so bald als möglich, thun, weilbeyden Theilen daran gelegen ist.
Philok. O die Begierde, seinen Sohn wieder zu sehn, wirdbey ihm nicht geringer als bey dir seyn.
^cgio. Ja, ich liebe meinen Sohn, und ein jeder liebtden scinigcn.
Philok- Hast du sonst noch was an den Vater zu bestellen?
kLyno. Daß ich mich hier wohl befinde. Außerdem kannstdu ihn, Tyndarus, auch kühnlich versichern, daß wir sehr wohlmit einander ausgekommen wären, daß du keinen Fehler be-gangen habest, und daß ich dir nicht zuwider gewesen scv. Duhabest deinem Herrn in diesen Trübsalen treulich bcygcstandcn;du habest mich niemals verlassen, und seyst mir in zweifelhaftenund unglücklichen Fällen mit Rath und That an die Hand ge-gangen. Und wenn mein Vater hören wird, wie du, Tynda-rus, gegen seinen Sohn seyst gesinnt gewesen, so wird er nim-mermehr so geizig seyn, daß er dir deine Freyheit nicht ohneEntgcld ertheilte. Zch selbst will, wenn ich nach Hause komme,alles mögliche beytragen, daß er es desto eher thue. Denn dir,deiner Leutseligkeit, Tilgend und Weisheit habe ich es zu dan-ken, daß ich wieder zu meinen Acltcrn werde zurück kehrenkönnen. Nach deiner Weisheit entdecktest du dem Hcgio meinGeschlecht und Vermögen, und nur dadurch bcfrcytcst du deinenHerrn aus den Ketten.