96 .Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.
ständnisses in etwas abgeholfen. Allein im Lateinischen ist esals eine Frage an ihren Herrn eingerichtet, und ganz unerträglich.
Die zweyte Scene im vierten Auszüge ist voll dergleichenzwcydcutigcr Scherze. Zm 86 B. sagt Ergasilus
ZVIilii <^iicloni ol'urlo nc >n til^i - -„t^otto ro^I'x^ic! (sagt Eostc) el't tr<:s iiitl^iclo et lvnc?6<z 5ur unv„lu^pokitlon tout a t'-iit extravagant,-. DaraufsagtHcgio im 87 V-
1uc> ailiitratu faello patior.Zu diesen Worten, spricht der französische Ucbcrsctzcr, liegt eineschändliche Anspielung. Daß dieses wahr sey, und Hegio cSwohl verstanden habe, was jcncr sagen wollc, kann man ausdem folgenden schlicsscn, da er böse wird und sagt:
lu^itor te Düjuo riorllant - -Sie haben dieses, die Ehre Ihres Helden zu rctten, in Ihrerllcbcrsctzung billig ausgelassen.")
In dem zweyten Auftritte des vierten Auszuges sagt Erga-silus von dem Stalagmus:
Lolus el't, Loiain torit.l^et oijuivociuo (sagt Loste) ^nrto tur nno icleo odkcurv ot la^lail'anteiio ot't on ello mviuv «dl'cuirv er inlipicle. Und Sie ha-ben cs in Ihrer llcbcrsctzung eben darum auslasten müssen, weil eszu übersetzen unmöglich war. Ein Beweis eines falschen Scherzes.
Zn dem zweyten Austritte des fünften Auszuges sagt Hcgiovom Stalagmus:
IZono moiiZorus l'ult puor, nuno non äooot.Wenn man nun das ut vis tiat, das vorhergehet, dazu nimmt,so scheint cs, als wenn Eoste Recht hätte zu sagen: Voll» unvlio ees ^>atIaF05> clcmt clit «juo la pucleur «otoit ^!>s alte/.menüF^o. Sie haben dieses aber in Ihrer llcbcrsctzung so be-scheiden ausgedrückt, daß allcr Argwohn cincr Unflätcrcy wcg-
») Glaube» Sie nicht, daß ich diese Stelle deswegen weggelassen, weilich geglaubt, das; sie keusche Ohre» beleidigen kouucn. Nichts weniger alsdieses; sondern ich habe sie in der Ausgabe, die ich uicistcnlhcils bey mei-ner Arbeit gebraucht, nämlich in der ^laulinischcn von 1609 in 16, garnicht gefunden. Auch in der Taubmannischcn Ausgabe hatte ich sie nichtgelesen. Ich will aber an dem gehörigen Orte zeigen, daß sie ganz unschul-dig ist.