98 Vcyträgc j»r Historie n»d Anfn.ihme des Thc.nciS.
I^lietionos «ekM^'nL lüe Ii^liot ljuillom:iVlii!ii»<>ilo !>l1«zo oft, >>! Iiu»e sooveo kil^i ^Vvtoli »»o»tt<7?!.Was dic ^edile« bey dcn Römern warcn, das waren die ^Z«-i-inomi bey den Griechen, und wenn Plautus sich hätte wollennach den Römern richten, so hätte er dic ^eclile« mir alleincnennen dürfen.
Was aber am allcrunglaublichstcn und am allcrunwahr-schcinlichstcn in diesem Gedichte ist, ist des Philokratcs schleu-nige Hin- und Herreise ans Actolicn nack Elis, und von dawieder zurück in einer Zeit von weniger als drey Stunden.Hier sage ich mit Zhncn, dic Zuschaucr dcs Plautus müssen nichtsehr cckcl gewesen seyn, wenn er ihnen dergleichen Dinge hatdürfen vormachen, ohne daß sie ihn darüber getadelt. Wiekann Eostc nunmehr behaupten, daß dieses Stück vollkommenregelmäßig sey, und daß seine Dauer nicht länger als 7 bis 8Stunden währe? Ich werde mcinc Mcynung beweisen. DicHandlung fängt des Morgens an. Plautus bat cs sclbst dcut-licy angczcigt, wcnn cr dcn Hcgio sagen läßt:LA« il><> keateom it(l alios csptivos moos.Vilum ne nocto Iiae «juipplsm tin-baveriut.Gesetzt also dic Handlung gchc dcs Morgcns an um 7 Uhr.Zu dcm ersten Auszüge ist eine Stunde genug. 8Zwischen dcm crstcn und zweyten Auszüge wollen wir
dcm Dichter eine Stunde zu Gute kommen lassen, l»Au dcm zwcvtcn Auszüge ist glcicbsalls nicht mehr als
eine Stundc nöthig, und also igZwischen dcm zwcvtcn und dritten Auszüge müssen wirdcm Plautus zwcy Stunden verstatten, weil Hcgiovicl zu vcrrichtcn hat. Er geht nämlich mit dcmvcrstclltcn Philokratcs zum Quästor, und fodcrt ei-nen Paß. Man hält ihn allcr Orten, cbe cr dahinkömmt, mit Glückwünschen auf; endlich bekömmt erden Paß und Philokratcs reiset ab, I I
Nachdem dicscr fort ist, geht Hcgio zu scinem Bruder,erkundiget sich daselbst bey dcn Gcfangncn, ob kcincrvon ibncn dcn Pbilokratcs kcnnc. Es giebt sich