Cnlik libcr die Gefangne» des PlantuS.
Aristophontcs an, und Hcgio nimmt ihn mit sichin sein Haus 12 Uhr.
Der dritte Aufzug dauert eine Stunde 1Zwischen dem dritten nnd vierten Auszüge wollen wirzwey Stunden rechnen, davon wir eine dem Dichternoch wollen lassen zu Statten kommen, als sey sieverflossen, ehe Philokratcs wieder angekommen ist, 2Die andre Stunde, wollen wir annehmen, habe Crga-silus gebraucht von dem Hafen nach Hegions Hansezu kommen 3Und hier sind die 8 Stunden des Herrn Coste schon verflossen,ohngcachtct wenigstens noch zwey Stunden bis zu Endigungdes Stücks nöthig sind.
Wenn nun ein dramatisches Gedicht nach den Regeln derDichtkunst, und zwar derer, welche der Währung desselben dielängste Zeit verstatten, nicht über 24 Stunden dauern soll;wenn es vielmehr nur 6, 8, höchstens 12 Stunden zu seinemganzen Verlauf haben soll, und wenn der Poet, der es höhertreibt, wider die Wahrscheinlichkeit handelt, wie wird hier Plau -tus zu rechte kommen? Alles was man also wohl in diesenUmständen von uns sodcrn kann, ist, daß wir ihm die 24Stunden lassen zu Statten kommen, und sehen, ob wir ihn kön-nen durchbringcn.
Dieses genau zu bestimme», müßte man wissen, was Acto-licn und Elis für böhmische Dörfer gewesen. Eine kleine")Anmerkung hierüber in Ihrer Ucbcrsctzung würde vielleicht nichtunangenehm gewesen seyn. Sind es griechische Provinzen oderStädte, und wie weit waren sie von einander entfernt? Alleswas ich hiervon weis, bestehet in folgenden. Menage in seinerAbhandlung S. 14. sagt, Polybius erzähle, die Actolicr undElicnscr hätten Krieg mit einander gcführct, und wären mäch-tige Völker gewesen. Vielleicht hat Plautus von diesem Kriegedie Gelegenheit zu seiner Komödie genommen. Völker die zu-sammen Krieg führen, wenn es auch nur kleine Staaten sind,deren Macht nicht weiter als durch die Gegend ihres Haupt-
v) Aus der Art wie ich den Plautus hierinne vertheidigen werde, wirdwem bald sehen, daß so eine Anmerkung ganz wider weinen Zweck gewesen wäre.
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