Der neue Adel
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article pr6cis6ment comme le peuple et ne pas se soucier dem61er, par une honteuse alliance, avec un sang puret illustre celui d’un Roturier, qui ne connait que le change,la boutique, le comptoir ou la cbicane?“ „Ce renversementest ddplorable“ schließt der Herzog dieses Klagelied. 150 Jahrespäter dachte man auch in Adelskreisen erheblich anders:der Herausgeber der Mdmorien 22 , M. de l’Ecluse (1752), kannsich nicht versagen, den Vorwürfen des Herzogs Worte derEntschuldigung in einer Anmerkung hinzuzufügen. Und alsum dieselbe Zeit der Herzog von Pecquigny die Schwesterdes Finanzmannes La Mosson Montmartre mit der wohltuendenMitgift von 1700000 L. heimführt, sagt die Herzogin vonChaulnes zu ihrem Sohn: „Mon fils, ce mariage est bon; ilfaut bien que vous preniez du furnier pour engraisser vos terres“.
Die Schilderung, die Mercier, der immer klar Sehende,von den Zuständen entwirft, entsprach ganz gewiß den Tat-sachen 28 : la finance est alliöe aujourd’hui ä la noblesse etvoilä ce qui fait la base de sa force rdelle. La dot depresque toutes les dpousesdes seigneurs estsortiede la caisse des fermes. II est assez plaisant de voir uncomte ou un vicomte, qui n’a qu’un beau nom, rechercher laAlle opulente d’un financier; et le financier qui regorge derichesses, aller demander la Alle de qualitd, nue, mais quitient ä une illustre famille . . .“
Wiederum versage ich es mir, die zahllosen Fälle dieserMischehen mit Nennung der Namen hier aufzuzählen, obgleiches ein Leichtes wäre, ganze Listen aufzustellen. Nur einigebesonders lustige Beispiele will ich hersetzen, an denen manso recht deutlich die eigenartigen gesellschaftlichen Zuständedes 18. Jahrhunderts (das in dieser Hinsicht dem neunzehntenund zwanzigsten schon recht ähnlich ist) zu erkennen vermag:Der eine Sohn des Samuel Bernard , der allgemein „leJuif Bernard“ heißt, ist der Comte de Coubert: er heiratetM me Frottier de la Coste Messelibre, Tochter des Marquis