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Drittes Kapitel: Die Säkularisation der Liebe
et deesses d’opera. Quatrieme sdrie: Hommes et l'emmes de Cour. 1858.(Sehr witzig und geistvoll.)
Theodor Griesinger , Das Damenregiment an den verschie-denen Höfen Europas in den zwei letztveigangenen Jahrhunderten. ErsteReihe: Die großen französischen Vorbilder. 2 Bde. 1866. 1867. ZweiteReihe: Versailles in Deutschland (Dresden und Hannover) . 2 Bde. 1869.1870. (Reiches Material, aber anekdotisch zusammengetragen und ohneQuellenangabe.) Albert Savine, La Cour galante de Charles II. 1908.(Gute, quellenmäßige Arbeit.)
In die Welt der Theaterprinzessinnen führen gut ein die Souvenirsde M lle Duthe de l’opera 1748—1830 (apokryph), mit einer sehr lehr-reichen Einleitung neu herausgegeben von Paul Ginisty .
Eine Klasse für sich bilden die prächtigen und sehr instruktivenBücher der Gebrüder Goncourt, die sich mit unserm Problem be-schäftigen: Portraits intimes du XVIII sc. Nouv. Ed. 2 Vol. 1873;Les maitresses de Louis XV. 1860; La femme au XV11I sc. 1862;L’amour au XVIII sc. 1875; vor allem die beiden Schriften über „LaPompadour“ und „La Dubarry“.
Natürlich hat jede der „großen“ Maitressen, namentlich die derKönige, eine eigene umfangreiche Literatur hervorgerufen. Die wich-tigsten Werke sind die über die Pompadour: von Capefigue , Cam-pardon, Goncourt u. a., die über die Montespan: von ArsöneHoussaye, Clement, Bonassieux (Le chateau de Clagny et M mBde M. 1881) u. a. Umgekehrt kommt natürlich auch die Literatur zurGeschichte der einzelnen Herrscher in Betracht, die hier ebensowenigaufgeführt werden kann wie die Literatur zur Geschichte der einzelnenHöfe, unter der ja seinem Umfang nach das berüchtigte Werk Vehs es,Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation 1851—1858, 48 Bde.,den ersten Platz einnimmt. Für Frankreich ist noch besonders zu nennen:Saval, Les galanteries des rois frangais sous plusieurs races.
Die Maitressenwirtschaft der französischen Haute finance schil-dert sehr eingehend: H. Thirion, La vie privee des financiers auXVIII. sc. 1895.
Eine Spezialliteratur bezieht sich auf die Schilderung derS al on s in den verschiedenen Ländern und zu den verschiedenen Zeiten.
Selbst der Cocu hat eine ziemlich umfangreiche Literatur insLeben gerufen. Man findet sie zusammengestellt bei G. Klemm, DieFrauen, Bd. 2 (1859), 355.
. Hierher gehören auch die (freilich sehr wenig ergiebigen) all-gemeinen Werke über die Geschichte der Frauen: Comte
de Segur, Les femmes. 3 Vol. 1803. G. Klemm, Die Frauen. Kultur-geschichtliche Schilderungen des Zustandes und Einflusses der Frauenin den verschiedenen Zonen und Zeitaltern. 6 Bde. 1859. (Der Titel istdas beste an dem Buch; in Betracht kommt nur Band 2.) H. Scheube,