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1 (1913) Luxus und Kapitalismus
Entstehung
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Die Fürstenhöfe

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Von da ab steigen die Ausgaben Jahr für Jahr: in der letztenRegierungszeit Ludwigs XIV. kulminiert die Entwicklung.Die Etats für die Jahre von 1680 bis 1715 zeigen annähernddasselbe Bild. Ich greife beliebig ein Jahr (1685) heraus 78 .(Das Livre gilt von 16761700 1,48 Fr. heutiger Währung.)

Hofstaat des Königs.Liv. 606 999

Chambre au denier. 1 618 042

Argenterie (darunter wurden im wesentlichen die Aus-gaben für die kgl. Toilette, Preziosen usw. verstanden) 2 274253

Kleine Vergnügungen (menus plaisir). 400 850

Ankauf von Pferden. 12 000

Marstall. 1045 958

Geschenke. 313 028

Haushofmeisterei (Prevote de lHotel). 61050

Jagd (Venerie, Fauconerie, Louveterie). 388319

Hofhaltung von Monsieur. 1 230 000

Hofhaltung von Madame. 252 000

Belohnungen. 160437

Taschengeld des Königs (Comptant du Roi) ... 2 186 748

Bauten des Königs. 15 340 901

Geheimfonds^(Affaires secretes). 2 365 134

Reisen. 558 236

Liv. 28 813 955

Also: rund 29 Mill. Fr. für die persönlichen, das heißtüberwiegend Luxusausgaben des Königs bei einem Gesamt-etat (Brutto) von 100 640 257 Liv.

Was für Riesensummen unter solchen Umständen denLuxusgewerben zuflossen, tritt noch deutlicher in die Er-scheinung, wenn man einzelne Ausgaben für sich betrachtet.

Obenan steht natürlich der Bauluxus. Über die Aus-gaben für die königlichen Bauten sind wir aber auch auf dasbeste unterrichtet: wir besitzen die genauen und vollständigenBaurechnungen der französischen Könige von 1664 bis 1779,in denen jede Ausgabe auf Heller und Pfennig gebucht ist.Das in diesen Registern enthaltene Material ist eine unglaub-lich wertvolle Quelle für die Wirtschaftsgeschichte, die bisher,soviel ich sehe, überhaupt noch nicht benutzt, geschweige denn

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