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Viertes Kapitel: Die Entfaltung des Luxus
Schlössern Ludwigs XIV. vorhanden waren, die aus 2600Teppichen und 140 Einzelstücken bestanden, daß aus derManufactures des Gobelins 822 Stücke oder 101 Wandbehänge(tenture) dorthin geliefert waren.
Einige Aufträge aus dem Jahre 1669 zeigenMöbelstoffen getrieben wurde 814 :
An die Herren Duc & Marsollier, Kaufleute, für64 Ellen Gold- und Silberbrokat, zu 138 1. 10 s.die Elle, und für 44 Ellen Gold- und Silber-Silberbrokat ponceau und grün, die Elle zu 1331.5 s., die sie Sr. Majestät geliefert haben . . .
An dieselben für Brokate aus Lyon.
An dieselben 70701., nämlich: 4090 1. für 62 EllenGold- und Silberbrokat, violetter Fond, lyoneserFabrikat, zu 66 1. die Elle, und 2979 1. 10 s, für259 Ellen karmoisinroten Damast, touroneserFabrikat, die Elle zu 11 1. 10 s.
An Herrn Reynon für Gold- und Silberbrokat . .An Herrn Marcelin Charlier für Samte und Brokatelle
den Luxus, der in
16 545 1. 5 s.22155 „
70 716 1. 18 s. 11 d.5 572 „ 5 „
Den Einrichtungen der Schlösser entsprach der Glanzder Gewänder, die in diesen zur Schau getragen wurden.Man lese die Schilderungen der Feste im „Mercure galante“,wo ein L. P. des 17. Jahrhunderts jede einzelne Toilette derHofgesellschaft ausführlich beschreibt! 82 Ludwig selbst trugein Gewand, das für 14 Millionen Fr. Brillanten enthielt.
Als Ludwig XIV. eines Tages die in Paris angelegte Spitzen-manufaktur besichtigte, kaufte er für 22000 1. Spitzen ein 83 .
Der Kleiderluxus am französischen Hofe steigerte sichwährend des 18. Jahrhunderts unausgesetzt weiter und er-reichte einige Jahre vor der Revolution seinen Höhepunkt.Wir sind genau unterrichtet über den Kleideretat der MarieAntoinette 88 a :
Im Jahre 1778 betrug das Garderobengeld der damaligenKronprinzessin 120000 1. Diese Summe blieb wohl auchspäter gleichsam das Ordinarium, das aber Jahr für Jahrdurch größere Summen überschritten wurde. Die Ausgabefür Toiletten beträgt: