154 Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 17Z1.
berini zu seinem Erben eingesetzt hat, doch hätten auch seine beträcht-lichen Vermächtnisse, die er an die Königin Christina , an die St.Johannes Bibliothek in Hamburg, an die Augustiner Mouche in Rom ,an Wuchern und Handschriften, gemacht hat, nicht sollen vergessen wer-den. Was aber im ganzen Artickcl am aller uuzuläuglichsten und tro-ckensten ist, ist das Vcrzcichniß seiner Schriften. Was Bayle so oftan dem Morcri tadelt, daß er nichts als die Tittcl davon wisse, undauch diese verstümmelt anführe, daß er weder die Ordnung der Zeit,noch der Materien, dabey beobachte, daß er die Bücher, welche nachdes Verfassers Tode heraus gekommen, von denen, die er selbst heraus-gegeben, nicht unterscheide, daß er die angefangenen und vcrsprochncnWerke anzuführen vergessen; alle diese Fehler hat er, als ein zweyterMorcri, ängstlich in Acht genommen. Da er des Ranzovs I^ittolamml 8. tÄIixwm mit unter die Holsteinischen Werke setzt, warum sagter uns den Inhalt nicht davon, auf welchen alles ankommt? Er ge-denkt nicht mit einem Worte dieses Prosclytcn, den der eifrige Hol-stein gemacht, auch der Mühe nicht, die er sich gegeben, den Marg-grafcn von Brandenburg Christian Ernst zu Auuchmuug der katholi-scheu Religion zu bewegen. Wo bleibt seine Arbeit über den Baro-ninS, dem er mehr als 8Wl) Schnitzer Schuld gab? Wo sein Kata-logus der Handschriften in der Florcnlinischcu Bibliothek? Wir tragenBedenken umständlicher in Sachen zu seyn, die vielleicht nach wenigerLeser (?cschniack sind. Sollten diese Supplemente übersetzt werden, sohoffen wir, daß die Aufsicht einem Manne wird übergeben werden,der alle dergleichen Unrichtigkeiten zu verbessern im Stande ist, nichtaber einem, dessen ganzer Ehrgcitz es ist, seinen Namen an der Stirneeines prächtige» Werks zu scheu, der Antheil, den er daran hat, magnun so geringe seyn, als er will.
(6- April.) /^ö t?o/«!0/ia/«Ve /« t)//oi'en t/» Mo,!c/e. /^«t,'ttte/i, itit'cntt^ue «/! öene. <?t'cei'v 3. ??t/c.'u/. 37. c/e/»en« c/c?
^jttisu,'. in 8t. 8 Bogen. „Die Wclt, fängt dieser Weltbürger au,„ist nichts anders, als ein Buch, wovon mau nur die erste Seite ge-„lesen hat, wenn man nichts, als sein Vaterland, kennet. Ich habe„eine ziemlich große Anzahl durchblättert; ich habe sie aber alle gleich„schlecht befunden. Diese Untersuchung ist nicht ohne Rntzcn gewesen."Ich haßte mein Vaterland. Die Narrhcitcn der andern Völker, nn-„ter welchen ich gelebt habe, haben mich wieder mit ihm ausgesöhnt.