Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
180
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180 Ans der Berlinischen Zeitung vom I. 1761,

worüber alle Menschen, die es sahen, über alle Massen sich vcrwnn-dcrtcn, also daß jedermann prognosiicirtc, es »niste dieses was be-sonders zn bedeuten haben, welches in der That sich also befände;indem das folgende Jahr darauf das gerechte Gerichte Gottes aneben dem 11. Octobcr an den Chinesen: endlich anSgcbrochen :c."Vortrcflich Herr Kicffer! Die elende Schreibart wird man wohl über-sehen müssen, da der Verfasser so großmüthig gewesen ist, einem jeden,welcher nach Batavia reisen will, die hundert Thaler zu schenken, diecr daselbst an ausstehenden Schulden hat müssen zurücklassen. Kostet inden Voßischcn Bncbladcn hier und in Potsdam 3 Gr.

(21. Ang.) Hildburgshauscn. Das vergnügte Land- undbeschwerliche Hofleben, worinne sowohl die Anmuthigr'eiten deseinen/ als auch die Mühseligkeiten des andern auf das artigsteabgebildet werden; vormals beschrieben in spanischer Sprachevon Antonio de Guevara / Bischoffe zn Mondognedo/ Rath,Beichtvater und Historiographo Rayser Carls des V. jeyo aberseiner schönen Moralicn halber von neuem ins Teutsche über-setzt. Verlegt» Job.. Gottf. Hanisch 176i, in 8r. 11 Dogen.Unter hundert Dichtern, welche die Wnth des stürmenden Meeres be-schreiben, ist vielleicht kaum einer, welcher sie aus eigner Erfahrungkennt. Dem Hofe geht cS nicht anders. Ans dem innersten seinerStudierstube zieht oft ein Mann wider ihn los, der, nngcschickt sichan demselben zn zeigen, ihn mir mit fremden Singen sieht, und dieMenschen nur aus Büchern kennt, worinnc sie fast allezeit abscheuli-cher geschildert werden, als sie sind. Dieser Vorwnrf ist dem Antoniovon Guevara zwar nicht zn machen. Cr war über 18 Jahr an demHofe Carls des Vtcn, wo cr ansehnlichen Bedienungen vorstand, undlernte ans seinen Reisen andre Höfe sowohl, als den seinigcn, kennen.Allein Guevara war ein Geistlicher, und diese Art Leute hat Lergröß-rnngSgläser welche auf dem schönsten Gesichte nnmerkliche Porös znden abscheulichsten Löchern machen, Tie Kunst zn dcclamircn war ihmeigen. Und welchem Spanier ist sie es nicht? Eine Kunst welchedurch sinnreiche Gedanken, durch den Schwung den sie ihnen zn gebenweiß, durch übertriebne Anwendungen kleiner Geschichten, den Verstandoft so blendet, daß cr überzeugt zu seyn glaubet. Die Menschen sindam Hofe, in der Stadt und auf dem Lande Menschen; Geschöpfe, beywelchen das Ente und Böse einander die Wage hält. Schwachheiten