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2 (1913) Krieg und Kapitalismus
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Zweites Kapitel: Der Unterhalt der Heere

für die Flotte .... 237 441 798für das Landheer . . . 337 993 912 £für Geschütze .... 58198 904 j£

Zusammen 633634614

Also 1314 Milliarden Mk. oder durchschnittlich im Jahre45 259 615 j£, das sind 900 Mill. Mk. Man muß sich immergegenwärtig halten, daß Großbritannien damals (im erstenJahrzehnt des 19. Jahrhunderts) ein Land mit 1012 Mill.Einwohnern war, daß also auf den Kopf der Bevölkerung8090 Mk. Kriegsaufwand im Jahre entfiel; das entsprichteinem Heeresetat von etwa 6 Milliarden Mk. im heutigenDeutschland, das jetzt etwas über eine Milliarde Mark (wennman die Zinsen und Tilgung der Reichsschuld ganz hinein-rechnet) für Heereszwecke ausgibt.

2. Die Aufbringung der Mittel

Welche Bedeutung dieser Militäraufwand für die Heraus-bildung des Kapitalismus hat, insoweit er gemacht wird, in-soweit die Summen ausgegeben werden, werden wir im Ver-lauf dieses Buches noch oft zu untersuchen haben. Hier sollnur die Frage aufgeworfen werden: ob denn nicht auch dieAufbringung der Mittel für die Durchführung der Heeres-zwecke bedeutsamen Einfluß auf die Gestaltung des modernenWirtschaftslebens ausgeübt hat. Wohlverstanden: der Mittel,soweit sie in den oben angeführten Ziffern ihren Ausdruckfinden, will sagen: soweit sie durch die Kassen des Staateslaufen.

Die Arten, wie die Mittel für die Deckung des Militär-bedarfs aufgebracht werden, sind keine andern als die, wiesich öffentliche Körper überhaupt Einnahmen verschaffen:Domanialeinkünfte und Steuern im weitesten Sinne einerseits,Anleihen anderseits sind die Quellen, aus denen diese Ein-nahmen fließen. Nur eine besondere Einnahmeart muß hiernoch hinzugefügt werden, die in früheren Jahrhunderten bei