I. Die Heeresfinanzen
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Wir besitzen aber auch genug Einzelangaben, um dieRichtigkeit solcher allgemeinen Aussprüche nachprüfen zukönnen. Es genügt hier, an die Lebensgeschichte von Männernwie Bullion, Emeri, Fouquet oder auch von großen Macht-habern wie Mazarin zu erinnern, die wir zu gewaltigen Reich-tümern auf dem bezeichneten Wege aufsteigen sehen: Bullionhatte 1622 60000 öcus Rente; 1632 wurde er Surintendant;1640 (bei seinem Tode) hinterließ er eine Rente von700000 livres 96 . Mazarin hinterließ ein Vermögen von60 Mill. livres usw.
Einen ganz vorzüglichen Gesamtüberblick über den Reich-tum der französischen Finanzmänner gewährt die Liste derzu Strafen wegen unsauberer Machenschaften eingeschätzten„Gens d’affaire“ im Jahre 1716. Die Liste 97 weist 726 Namenauf, die zusammen auf 147 355433 livres Buße eingeschätztwurden. Die einzelnen Summen schwanken zwischen 2000 livresund 6600000 livres, zu welchem Höchstbetrage der bekannteAntoine Crozat herangezogen werden sollte (in Wirklichkeitist nur ein kleiner Teil der Schatzung — man nimmt an,etwa 20 Millionen — in die Kassen des Königs geflossen!).Eine Verteilung auf einzelne Steuerstufen ergibt folgendesBild: Es wurden eingeschätzt auf:
unter 50000 liv. . . .
. . . 298,
50001—100 000 liv. . .
. . . 105,
100001—200000 liv. . .
. . . 127,
200001—300000 „ . .
... 68,
300001—400000 „ . .
... 42,
400001—500000 „ . .
... 26,
500001—1000000 liv. .
... 40,
1000 001—2000000 liv. .
... 13,
über 2 Millionen . . .
... 6.