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Drittes Kapitel: Die Bewaffnung cler Heere
1551—1560 . 5 7,
1561—1570 . 7 Vh,
1571—1582 . 8 P/a.
Der Verkaufspreis des Kupfers, das die Fugger in Schwatz ge-wannen, war 182 :
1527 der Zentner 5 fl. 45 Kr. bis 6 fl. 15 Kr.,
1528 n „ 5 „ 45 „ „ 6 „ 20 „
1531 „ „ 5 „ 30 „ „ 6 „ 15 „
1537 „ „ 6 ,, 50 „ ,, 7 „ 45 „
1556 „ „ 10,- „ „ 11 „ 45 „
1557 „ „ 11 ,, ,, „ 12 „ „
Ich nehme an, die Preissteigerung sei eine Folge ver-mehrter Nachfrage (denn die Silberentwertung machte sich indiesem Jahrhundert gewiß noch nicht in dem Verhältnisgeltend, wie in 40 Jahren die Kupferpreise steigen). Dannkonnte aber diese Vermehrung der Nachfrage nur von zweiSeiten her kommen: vom Schiffsbau und von der Geschütz-gießerei, da wir nicht annehmen dürfen, daß plötzlich so vielmehr Glocken oder kupferne Gefäße nachgefragt seien. Umwas für beträchtliche Mengen es sich bei der Geschützerzeugunghandelte, zeigen die Angaben über Zahl und Gewicht derKanonen. Wir haben auch unmittelbare Ausweise über ein-gekaufte Kupfermengen: 1495 kauft die venetianische Re-gierung 80000 Pfund Kupfer von deutschen Kaufleuten ein:zwecks Anfertigung von Kanonen 188 . Von den großen MengenKupfer, die die französische Regierung im 17. Jahrhundertaus Schweden bezog, war schon die Rede. Colbert ließ aller-wärts Kupfer aufkaufen und ausfindig machen, heißt es ineiner amtlichen Denkschrift: „il a pris soin ... de faireacheter et rechercher des cuivres de toutes parts pour lafonde des piöces de canons“ 184 .
Diese starke Nachfrage nach dem hochwertigen Metallmachte dieses zunächst zu einem der beliebtesten Großhandels-artikel. Der Kupferhandel ist neben dem Salpeterhandel einerder wenigen Handelszweige, die schon im 15. Jahrhunderteinen ganz großen Umsatz aufweisen. Er war in wenigen