Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
217
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Das Neueste aus dem Reiche des Witzes. 217

Kaum geglaubte, nicht glaubliche Nachricht, nach Mauire gebracht hat,Joseph lebt/ und Joseph regiert/ auch gab ihm Gott Erben-Alle die Längen von Jahren, die zwischen die Tage getreten,Hielt die Trauer mich fest und löschte den männlichen Muth ans.Wehmuth streut auf das Grau der Haare mir Wolken von Asche.Aber dieß lange Weh ersetzt die vollkommenste Freude,Diese gesegnete Blicke, wohl werth, sie so zn erkaufen.Ein gewisser Kuustrichter hat den Rath gegeben, diejenigen Werkemit lateinischen Buchstaben drucken zu lassen, welche verdienten, vonden Ausländern gelesen zu werden. Bey dem Jacob und Joseph hätteman die Gothischen Buchstaben also immer noch behalten können.

Mit weit andern Augen muß man die zwey ersten Gesänge desGedichts, der Sündfluth betrachten. Der Verfasser hat nichts ge-ringes gewagt. Dem Dichter des Noah entgegen zn arbeiten, heißt,wie er selbst sagt, nach einem Ulysses Wogen grciffcn, den zn spannenMuth und Sehnen von nöthen sind.Doch, fährt er fort, derVerlust selbst in diesem Kampfe ist geringer als die Ehre des Unter-nehmens. Es ist schon ein vornehmer Ruhm der andere oder derdritte nach dem Sieger zu seyn. Hier sind ansehnliche Gcwinnsteauch für die nächsten nach ihm aufgesetzet. Oft ist es sehr schwer,unter zweyen, deren jeder seine starke Ansprache an den Sieg hat,zu entscheiden." Dieses ist gewiß, und eine Vcrglcichnng dieser zweywetteifernden Gedichte wird es am besten lehren. Der Raum nöthi-get uns, sie auf das künftige Stück zu verfparen. - - Wie stolz wirdDeutschland seyn können, wenn alle diese Werke so glücklich zu Standekommen, als sie angefangen sind. Drey Hcldcndichtcr zu gleicher Zeitin Deutschland ? Zu viel gutes, zu viel auf einmal!

Wie einsam dagegen sitzt Frankreichs Kallivpc! Ein blitzender Witzhat ihr die Larve einer Vuhlerin aufgedrückt und ihren majestätischenPurpur mit Flittergold! besetzt. Ihre Trompete ist dem MomuS indie Hände gefallen. Will man den Beweis? hier ist er. Das neueJahr, ein heroisches Narrengedichte. (°) Es bestehet aus zehnGesängen, wovon der längste obngefehr 8s> Zeilen hat. Unter denkleinen Ealendern, welche die Franzosen einander zum Ncncnjahre schcu-

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