25lZ Vorrede ;u Johann Huarts Prüfung der Köpft :c.
ans Paris gebürtig. Vor dem Corneille hielt man ihn für den be-rühmtesten theatralischen Schriftsteller. Seine Arbeit ward ihm über-aus leicht, nnd kein Poet hat eine so große Menge Trauerspiele ge-macht, als er. Er lieferte den Comödiautcn jährlich auf K Trauer-spiele: aber seine Verse sind ranh und seine Ausarbeitungen finsternnd ernsthaft. Von dem Hardy an bis zn dem Corneille ist die Ver-änderung des Französischen Theaters merklicher: aber Corneille undMolicrc haben es zu derjenigen Große erhoben, welche Racine undRcgnard unterstützet haben, und welche noch itzo durch die Werkeder Herren Crebillon, Voltaire , des Touches, la Chaussee und A'oissyfortdauert.
Johann Huarts Prüfung der Köpft zu den Wis-senschaften. Aus dem Spanischen übersetzt.
1762.
Vorrede des Ueberseßers.Von den spanischen Gelehrten werden wenige unter uns sobekannt seyn als Johann -Huart, nicht sowohl nach scincr Per-son, als nach scincm Werke dessen Ucbcrsctzung wir hier liefern:denn in Ansehung jener trift der ZluSspruch des Scncca, oderwenn man ihn lieber einem Franzosen zuschreiben will, desHerrn dc la Bruycrc, auch an ihm ein: viele kennt man undviele sollte man kennen. Unzählige Halbgclchrtc haben sich mitihren Geburtstagen und Sterbestunden, mit ihren Weibern undKindern, mit ihren Schriften und Schriftchcn in die Registerder Unsterblichkeit cingcschlichcn: nur einen Mann, der über dieGrenzen seines Jahrhunderts hinaus dachte, der sich mit nichtsgemeinem beschäftigte und kühn genug war neue Wege zu bah-nen, findet mau kaum dem Namen nach darinnc, da doch diegeringsten scincr Lcbcnsumständc auf den und jenen Theil seinesWerks ein sehr artiges Licht werfen könnten. Untcrdcsscn kön-nen gleichwohl mcinc Lcscr mit Recht von mir verlangen, ih-nen davon so viele mitzutheilen, als sich hier und da auftrcibculassen. Zch will es thun; man schreibe mir cS aber nicht zu,wann sie nur allzulrockcn und unzulänglich scheinen sollten.