Schriften. Erster und zweyter Theil. Norrcdc. 267
Zu den nächst folgenden Leipziger Messen sollen die übrigenzwey erscheinen. °) Einige Druckfehler, die in diesem cingcschli-chen sind, und welches vielleicht auch Schrcibcfchlcr können ge-wesen seyn, wird der Leser so gut seyn und übersehen. Ichwill ihm dafür die Schmeichelei) machen, daß ich ihn viel zuscharfsichtig halte, als daß es nöthig seyn sollte, ihm erst langeein Verzeichnis; davon zu g:bcn.
M. L. A.
Schriften. Erster und zweyter Theil. 17ZZ.Vorrede.
So sind die Schriftsteller. Das Publicum giebt ihnen ei-nen Finger, und sie nehmen die Hand.
Meine Frcnndc — — es versteht sich, daß meine Eigen-liebe mit darunter gehört--wollen mich bereden, daß einige
Bogen von mir den Beyfall der Kenner erlangt hatten. Daßich es glaube, weil ich meine Rechnung dabey finde, ist natür-lich. Und daß ich mich jezt der Gefahr aussetze, dasjenige Al-phabctwcisc zu verlieren, was ich Vogcnwcisc gewonnen habe,ist zwar auch natürlich, ob es aber eben so gar klng sey, dasist eine andere Frage. Wann der Hund, der in der Fabel nachdem Schatten schnappt, auch zu meinem Vorbilde wird, so magich es haben.
Die Bogen, deren ich jezt gedacht, sind eine Sammlungkleiner Lieder. Sie erschienen vor zwey Jahren unter dem Ti-tel Rlcungb'citcn. Man darf nicht glauben, daß ich sie ebendeßwegen so nennte, damit ich der unerbittlichen Critik mit Höf-lichkeit den Dolch aus den Händen winden möchte. Ich erklärteschon damals, daß ich der erste seyn wolle, dasjenige mit zuverdammen, was sie verdammt; sie, der zum Verdruß ich wohleinige mittelmäßige Stücke könnte gemacht haben; der zum Trotzeich aber nie diese mittelmäßige Stücke für schön erkennen würde.Ich grif ihr so gar vor, und bat meine Leser gewisse Blätter zu
°) Ungefähr beim Anfange tcs zweiten Alpl'al'cts des zweite» Tlicils l'alein anderer Ucbcrsctzcr die Arbeit nbenwunucn.