Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

Triller Brief.

27!»

dämmten Ausleger! Bald wird man vor diesem Gcschmcissckcincn Einfall mehr haben dürfe»! Zcdoch ich erzürnemich, >md zum Beweisen braucht man kaltes Blur. Lassen Sieuns also ganz gelassen anfangen; und zwar bey dem XNidas.Der Rang gehet nach dcn Ohren! Das Sinngedichte, dasGewinns auf ihn gemacht hat, enthält ungefehr dieses: N7i-das, spricht er; roann schon dein -Haus auf N?armorsculcnrühre; rvann du in deinen Aasten gleich vcnctianischeSchale verschlossen hättest; so bist du doch ungclehrt, undnichts besser als ein Zöaucr. Denn roas du bist, kann dergeringste aus dem Pöbel seyn. Wen muß er wohl mit die-ser Sinnschrift gemeint habe»? Einen reichen Edelmann ohneZweifel, dessen ganzer Verstand der Goldklumpen war: oderwohl gar, wenn es dergleichen scbon damals gegeben hat, ei-nen dummen Grafen, den man mit seinem Hofcbaucr vermen-gen würde, wenn ihn nicht das reiche Kleid kenntlich machte.

Ach, was Edelmann? Was Graf? Hier ist ein ganzandrer gemeint. Der Dichter ist ein Majcstätsschändcr, und ermeint niemand geringern, als dcn Churfürsten von Sachsen.

Wen? Dcn großmüthigen Johann Friedrich? Wie ist dasmöglich? Möglich, oder nicht; kurz es ist klar; lesenSic doch nur das Original:

I» I^I!>I<N»

I^xtent mitt'innrei-5 iilii t'jilentlltlir teotil cului»»!»!,

tilii vel Veueias urea reecmtlut vj»vs;^.uriler et »itl<li« iilii 1'erviut ^llil-j <irenl.<,

Kerviirt et enlti j»Iur!»>!l -zlelxl s»Ii;iVluIiil^uc: lloroutex n.ileant !>riuo>ilii ^>er Ä-^i»-»,

'I'cuilleai et tönern-? rui'tie.'t villi^ ^re^e--!:1^« tauieu Iiuloctu-?; ri>1e->? es rul'licu^ ideiu;III ljuoil es, e ^>»^ul<» «jnil!l>el ekle nntott.Nun, finden Sic es noch nicht, daß der Churfürst von Sach-sen gemeint ist? O, Sic sind mulhwillig blind! Glauben Sicmir nur, die Dcilc

.Vuril'vr et iiit'xl!^ iilii t'ervint ^>l>>6 ineni??,ist nicht umsonst. Wo fließt denn die Elbe ? Wem dicnct dc»ndicscr Fluß? Doch es fällt mir immöglich in die-

. .