Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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374
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Fünf und zwmijigsicr Brief.

1620 gestorben. Dem Herrn de lg Monnoie ist dieses ver-dächtig vorgekommen. Er sagt daher, es hielten einige da-für, er könnc nicht eher als im Zahrc 1537 gestorben seyn,weil -Hieron^mus Aleandcr, welcher ihm in dem Amte ei-nes Bibliothekars im Naticanc gefolgt ist, diese Stelle mchtchcr als im gedachten I637tcn Zahrc angetreten habe. Al-lein woher hat der Herr de la XNonnoie diese Nachricht?Äa>"le sagt: ^lonncli-o l'ut <I'aI»ortl ^I.ic^ cli,?« Io i^ailliiml dolVIoclicis, iliKjuol il lervit <Io 8oerot»iro: il out onluito >!»oliarFv tlo IZililiotliocuiio <1u Vatioan s^ros la moit ä'^eeiu-^oli. IVlais Io Aiancl tlioateo ou il ooinmoii,^!t <lo ^uroitro avoooelat fut I'^IIomaAno, i»u commoneomont clos troul»lo8 (jnola lioformation ^ oxoita. II ^ sut vnvnio Z>i<in<:o tln papo I!>»1619. Ist hieraus nicht zu schlicsscn, daß cr schon vor dcmJahre 1519 dic Aufsicht übcr die vaticanischc Bibliothcck müßc

gehabt habcn?---Doch Zöayle könnte vielleicht hier

ein Hystcronprotcron begangen haben? Ich will also denZweifel des Herrn de la rNonnoie auf eine unwicdcrsprcch-lichcre Art nichtig machen: durch dic Anmerkung nehmlich, daß-H. Aleandcr 1537 schon Kardinal gewesen, oder wcnigstcnsgleich das Jahr darauf geworden ist. Ist es also möglich,daß cr dem I. Acciajoli erst zu dieser Zeit könne gefolgtscyn? Ich will es aber gleich entdecken, woher dieser Irr-thum des Herrn de la Monnoie entstanden ist. Dahernehmlich, daß cr cbcn so wenig wie der Herr D. Isckcr,dic Auffchcr in der vaticanischc» Vibliothck, von dcm eigent-lichen Bibliothekar, welches nicmand anders als ein Kardinalseyn kann, nntcrschicdcn hat. Als Acciafoli 1520, oder wieich vermuthe noch chcr, starb, folgte ihm Aleandcr nur alstüuttos!, oder NiiMor IZiI>Ii»tI>oo»! Vlttio.-mlo. Nach seinerGclangung zur Kardinalswürde aber, welches gegen das Jahr1538 geschah, ward cr cigcntlichcr Bibliothckarius. Ich mußmich wundern, wie sich Zba>'le durch einen so leicht zu wic-dcrlcgcndcn Einwurf hat können irre machen lassen. Doch csscheinet, als ob cr dcm Hcrrn de la Monnoie allzuviel Ge-nauigkeit zugetraut hätte. Und nur daher ist cs vielleicht ge-kommen, daß cr sich verschicdnc Fehler von ihm hat aufheften