102 Ans der Berlinischen Zeitung vom Z, 1753.
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, . » Le,/-» e/ie« t)^^. ^»-. 1763. in 12. 17 Bogen.
Wann wir es darauf ankominen liessen, was sich die Leser unter die»sein Titel vorstellen wollten, so zweifeln wir sehr, ob viele auf denrechten Punct kommen würden. Es sind zwölf Gespräche, welche nachArt des kleinen Hcrodots, von sehr wichtigen Materien handeln, undnichts gcringcrs als die Vertheidigung der natürlichen und geoffenbar-ten Religion zum Zwecke haben. Der Verfasser hat darinne besondersmit dem Marquis d'Argcns, mit dem Hrn. von Voltaire , mit demVerfasser der Sitten, dem Verfasser des Geistes der Gesetze und eini-gen andern zu thun, welche das Unglück gehabt haben, oft unter derLarve der Philosophie sehr unphilosophischc Satze zu behaupten. Erist aber dabey ein wahrer Schmetterling, welcher von einem Gegen-stände auf den andern flattert, und diese Flatterhaftigkeit nur dadurchentschuldigen kan, daß alle diese Gegenstände Blumen sind. So machter zum Exempel bey Gelegenheit des Vorwurfs, daß die so genanntenstarken Geister, sehr kleine Helden in der Geschichte zu seyn pflegtenund oft die nnstnnigstcil historischen Fehler begingen, eine Ausschwei-fung auf das Jahrhundert Ludewigs des vierzehnten, welche durchmehr als ein Gespräch dauert, und in der That lcsenswürdigc Anmer-kungen enthält. Die Gespräche selbst werden von einem Marquis undeinem Wcltwciscn geführt; und vielleicht wird mancher Leser dabeywünschen, daß der Verfasser diese Namen verwechselt, und den Mar-quis zum Philosophen, und den Philosophen zum Marquis möchte ge-macht haben, weil es sich, nach der gemeinen Art zu denken, besserfür einen Marquis als für einen Philosophen schickt, die Sprache ei-nes abgeschmackten Freygeistes zn führen. Kostet in den VoßischcnBuchlädcn hier und in Potsdam 1V Gr.
(8. Tcc.) /^ti>e /'oeme /»«^ c?'^,-?!liuc?, t?o»/etV/ei'
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in 8vo K Bogen. Der Stof zu diesem Gedichte ist eine Episode ausdein fünften Gesänge der Lustadc des unsterblichen portugisischcn Dich-ters EamocnS; die Geschichte nehmlich des Don Manuel de Souzc,welcher mit seiner Frau, Elvirc, an den Klippen des Vorgebirges derguten Hoffnung Schiffbruch leidet, und auf eine wüste Insel gewor-fen wird, wo sie dem Hunger eine erschreckliche Beute werden. Was