Viule meonm für Hrn. Sni». (^otth. L.mgc. 445
ohne Zwciffcl. Zwar min; Vcrläumdcr sind über das schä-men hinaus.
Sie sind übrigens zu ihrem eignen Unglücke so boßhaft ge-wesen, weil ich Ihnen heilig vcrsichrc, daß ich ohne die jcztberührte Lügen, Zhrcr Antwort wegen gewiß keine Feder würdeangesetzt haben. Ich würde es ganz wohl haben leiden können,daß Sie als ein louvx ^v^clarius, mich einen jungen frechenKunstrichter, einen Scioppius, und ich weis nicht was nennen;daß Sie vorgeben, meine ganze Gelehrsamkeit sey aus demBaylcz zu meiner Critik über das Zöchcrschc Gelehrten Lcriconhätte ich keinen Verleger finden können, (ob ich gleich einen sogar zu einer Critik über Sie gefunden habe) und was derglei-chen Fratzen mehr sind, bey welchen ich mich unmöglich aufhal-ten kann. Mein Wissen und Nichtwissen kan ich ganz wohlauf das Spiel setzen lassen; was ich aus der einen Seite ver-liere, hoffe ich auf der andern wieder zu gewinnen. Allein meinHer; werde ich nie ungcrochcn antasten lassen, und ich werdeIhren Namen in Zukunft allezeit nennen, so oft ich ein Bey-spiel eines rachsüchtigen Lügners nöthig habe.
Mit dieser Versicherung habe ich die Ehre, meinen Briefzu schließen. Ich bin — — doch nein, ich bin nichts. Ichsehe, mein Brief ist zu einer Abhandlung geworden. StreichenSie also das übcrgcschricbnc Mein ^crr aus, und nehmen ihnfür das auf, was er ist. Ich habe weiter nichts zu thun alsihn in Duodez drucken zu lassen, um ihn dazu zu machen, wo-für Sie meine Schriften halten; zu einem Vaclo moeum, dasich Ihnen zu Besserung ihres Verstandes und Willens recht oftzu lesen rathe. Weil endlich ein Gelehrter, wie Sie sind, sichin das rohe Duodez Format nicht wohl finden kann, so soll esmir nicht darauf ankommen, Ihnen eines nach der Art derABCVüchcr binden zu lassen, und mit einer schriftlichen Em-pfehle zu zuschicken. Ich wünsche guten Gebrauch!