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Literatur
an.
Zunächst kommen alle in den Anmerkungen ai—4a aufgeführten Schriftenin Betracht, denen die folgende Auswahl als Ergänzung dient: F. Tönnies ,Philosophische Terminologie. 1906. H. Swoboda, Verstehen und Begreifen inder Vierteljahrsschrift für wiss. Phil. Band 27 (die Terminologie des Verf. weichtvon der üblichen ab). M. Frischeisen-Köhler, Das Realitätsproblem (igia),S. 5off., 85ff. B. Erdmann, Erkennen und Verstehen. igi3. M. Weber , Übereinige Kategorien der verstehenden Soziologie im „Logos", Band IV. II. L. Stol-tenberg, Soziopsychologie (1914), S. 27ff. W. Köhler, Geist und Freiheit.
1914. Max Scheler , Ethik (1916), S. 438, 496L, 55o; derselbe, ZurPhänomenologie der Sympathiegefühle (igi3), S. 5ff. und Anhang; 2. Aull , unterdem Titel Wesen und Formen der Sympathie. 1923. G. Simmel , Vom Wesendes historischen Verstehens. 1918. Br. Bauch, Logos und Psyche im „Logos“,Band XV, S. 1 ^3ff. (Auseinandersetzung mit Rieh. Kroner). M. Wirth, ZurKritik einer verstehenden Psychologie der Weltanschauung im Archiv für Psycho-logie, Band 43. Verhandlungen des Internationalen Psychologenkongresses inGroningen . 1925 (Thema: Erklären und Verstehen). Gaston Roffenstein,Das Problem des psychologischen Verstehens. 1926. A. Stein, Der Begriff desVerstehens bei Dilthey . 1926. Mart. Heidegger, Sein und Zeit. I. 1926. DasBuch verdient auch in einer Übersicht über die Literatur zum Verstehens-problem genannt zu werden, da es in seiner Gänze geradezu als ein Traktat desVerstehens angesehen werden kann. II. hat als erster es unternommen, eine „ver-stehende“ Ontologie (mit allen ihren Vorzügen, aber auch mit ihren Grenzen) zuschreiben, wobei wir freilich den Begriff des Verstehens über den ihm hier unter-legten Sinn hinaus erweitern müssen zu dem, was II. „ein fundamentales Existenz-ziel“ nennt (S. 336). II. definiert „Verstehen“ als „die genuine Zueignung desSeienden“ (S. 170), als „das sich entfernende Sein zum eigensten Seinkönnen“(S. 191), als „Erschlossenheit“ des Daseins (S. 23o). In Vulgärdeutsch könnteman etwa sagen: Verstehen heißt das Sich-in-der-Welt-Zurechtfinden des Daseins,zu dem ein theoretisches und ein praktisches Verhalten gehört: das praktischebedeutet ein Können (verstehen = etwas verstehen = „sich auf etwas verstehen“),das theoretische ein Wissen in dem Sinne, in dem wir hier das Wort verwenden.—R. Müller-Freienfels, Zur Psychologie des Verstehens in der Zeitschrift fürangewandte Psychologie, herausgegeben von W. Stern und O. Lipmann. Band 3i(1928), S. 4io—470; eine ausgezeichnete Zusammenfassung der mit dem Ver-stehen verbundenen psychologischen Probleme, die für uns peripher liegen.W. Switalski, Deuten und Erkennen. 1928; die klare Auseinandersetzung desAristotelikers und Thomisten mit unserem Problem. Leopold v. Wieso, DasVerstehen (Bemerkungen zu Werner Sombarts Vortrag auf dem sechstenSoziologentag) in den Kölner Vierteljahrsheften für Soziologie. 8. Jahrgang.I9 2 9-
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