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schaftslebens abhängig ist von einer entsprechenden Technik,bedingt ist durch die Entwickelung der Technik, so finden wirumgekehrt auch, daß die Technik wenigstens als angewandteTechnik ihrerseits wiederum abhängig ist von der Wirtschaft.Wenn ein Erfinder eine Möglichkeit schafft, in irgend einerWeise den Transport oder die Produktion neu zu gestalte»,so ist diese Erfindung zunächst nichts anderes, als eineMöglichkeit. Daß sie angewandt werde, dazu muß sie sichbestimmten ökonomischen Interessen anpassen können. Nunmüssen wir uns wiederum klar sein, daß man dies nicht imallgemeinen fassen kann, indem man von allgemeinen wirt-schaftlichen Interessen spricht. Diese allgemeinen wirtschaft-lichen Interessen locken keinen Hund vom Ofen, geschweige,daß sie eiue Erfindung realisierten. Es kann heute ein nochso großes Bedürfnis der Gemeinschaft vorhanden sein, daß dieGüter so und nicht anders transportiert und produziert werde»;das Bedürfnis wird noch lange nicht befriedigt werden; dieErfindung wird erst augewandt werden, wenn sie den Inte-ressen kapitalistischer Unternehmer dienen kann. Nur dann undinsoweit wird die Technik wirklich, technisches Können Wirk-lichkeit. Das heißt mit anderen Worten, eine technische Er-rungenschaft muß von dem kapitalistischen Unternehmer an-gewandt werden können, er muß die Fähigkeit dazu nachverschiedenen Seiten hin haben. Er muß zu allererst die nötigeKapitalmenge besitzen, d. h. es ist ein bestimmter Grad dessen,was wir Kapitalakkumulation nennen, notwendige Boraussetzung,damit technische Errungenschaften, beispielsweise solche, die sehrgroße Entfaltung produktiver Kraft erheischen, ins Werk gesetztwerden. Sie wissen, daß diese Akkumulation beschleunigt wirddurch die Bildung von Aktiengesellschaften; das ist aber nureiue Modalität, die nichts an der Thatsache ändert, daß ein