I. Kapitel.
Wie eine „Arbeiterfrage " entstand.
I. Aus den englischen Bllinbnchcrn.
In den 1840 er Jahren veranstaltete die englischeRegierung amtliche Enqueten über die Lage der Arbeiter inder Industrie, insbesondere der Binder. In diesen amtlichenTokmnenteu lesen wir, indem wir aufs Geratewohl eineSeite aufschlagein
In den Bergwerken.
Es gibt Fälle, daß Kinder schon mit 4 Jahren, manchmalmit 5, 5—6, 6—7, 7—8 Jahren in diesen Bergwerken zu ar-beiten anfangen; das gewöhnliche Alter zum Arbeitsansangist aber das 8—9. Lebensjahr. Ein großer Teil der in diesenBergwerken arbeitenden Leute ist noch nicht 13 Jahre alt; einnoch größerer Teil steht zwischen dem 13—18. Lebensjahre.
Die Natur der Beschäftigung, welche den jüngsten Kindernobliegt, (Türhütcn in den Strecken) bedingt, daß dieselben in dieGrube kommen, sobald die Arbeit beginnt und dieselbe erst ver-lassen, wcuu Fcicrabeud gemacht wird. Diese Beschäftigung,welche kaum Arbeit genannt werden kann, würde, da die Kinderdabei gewöhnlich im Dunkeln und ganz allein sind, der schlimmstenEinzelhaft gleichkommen, wenn nicht die Kohlcnkarrcn von Zeitzu Zeit hin uud wieder führen. In den Distrikten, in welchendie Kohlenflöze so mächtig sind, daß Pferde in den Werken ver-wendet werden, oder in welchen die Nebcngängc von den Werkennicht sehr lang sind, wird die Lage dieser Kinder durch das ansden Hanptgängen Hereinsallende Licht verhältnismäßig wenigertranrig, langweilig und betäubend; in anderen Distrikten abersind sie, solange sie in der Grnbe sein müssen, immer im Finsternnnd ganz allein, und viele Kinder sagen, daß während desgrößeren Teiles des Winters Wochen vergehen, ohne daß sie dasLicht des Tages erblicken, außer an den Tagen, an welchen dieArbeit ausgesetzt wird, nnd an Sonntagen.