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Wie eine Arbeiterfrage entstand.
Einzelne der besseren Lcnte in derselben Gegend sagen:„Es gibt hier herum viele erwachsene verheiratete Männer,40—50 Jahre alt, die kein Wort ans der Bibel wissen, dieden Lohn, den sie erhalten müssen, nicht berechnen können,nnd das sind gerade die schlimmsten Subjekte; sie trinkenfürchterlich, vertrinken das, was ihre Familie brauchte nndflnchen entsetzlich. Einige von ihnen erklären, daß sie an keinzukünftiges Leben glauben nnd sind der Meinung, daß sie wieein Hnnd sterben werden, nnd daß es dann mit ihnen aus ist.Weuu sie die Sountagsschnle und anch die Alltagsschule nichtmehr besuchen, werden sie immer mehr verhärtet nnd tönneuuud wollen nicht mehr glauben: sie haben schmutzige Gewohu-'heiten, sühren verderbte Gespräche uud gefallen sich nur noch inunzüchtigen Reden. Sie sagen, ihre Väter hätten wie sie nichtgeglaubt, uud es gerade so wie sie gemacht, und das ist wahr,und zwar ans denselben Ursachen, von denen jetzt die armenKinder betroffen werden."
Znsammeufassuug über den moralischen Znstand derKinder in Bergwerken, Gewerben nnd Manufakturen.
Es gibt nnr wenige Klassen dieser „iri nuiridsrs" zusammen-arbeitenden Kinder nnd juugcu Leute, die nicht großenteils ineinem Znstand beklagenswerter moralischer Verkommenheit leben.
Diese niedrige Stufe des moralischen Znstands prägt sichin eiuer allgemeinen Unkenntnis der moralischen Pflichten undVorschriften aus, wie in dem Mangel an moralischer undreligiöser Zucht, wie dies bei einigen sich hauptsächlich durchgenieine Manieren und ruchlose uud ungeziemende Redensartenänßert, bei auderu durch eine grobsinnlichc Uumoralität, dieschon iu sehr jungen Jahren bei beiden Geschlechtern vielfachvorkommt.
Dieser gänzliche Mangel an sittlicher Zncht kommt daher,daß es im allgemeinen an jeglicher moralischer nnd religiöserErziehung fehlt; daß es verhältnismäßig selten in diesen Klassenist, daß die Kinder das Glück haben, moralische, religiöse Elternzu besitzen, die sie belehren nnd leiten; im Gegenteil wnrzeltihr trauriger, moralischer Zustand ost gerade in der Ver-kommenheit der Eltern, die ihren Kindern weder eiu gutesBeispiel zn gaben, noch irgend welche wohltätige Aussicht überdercu Aufführung zu führen vermögen, da sie selbst ausgewachsensind, ohne daß ihnen tugendhafte Sitten gelehrt worden wären.