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Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
wegwerfen eines Steines als Hilfsmittel für schlagendeoder kratzende Bewegung finden wir auch bei höheren Tieren— als somit die Vermittlungsrolle jenes äußeren Dingesder Natur bei der eigenen produktiven Tätigkeit vomMenschen kausal teleologisch erfaßt und zum ständigen Besitz-tum seiner Vorstelluugswelt gemacht war: da war das ersteWerkzeug auf Erden erschienen, jene Schöpfung, an die imVerein mit Sprache und Religion die Menschwerdung an-zuknüpfen man sich mit Recht gewöhnt hat, da in der Tatalle Entwicklung zur höhereu Intelligenz sich gleichsam andem Werkzeuge emporrankt, seit dessen Nutzung der Menschim Kampfe ums Dasein aufhört, seinen Körper und seineGliedmaßen umzuformen, um bloß noch seine geistigenFähigkeiten weiter zu entwickeln.
Überblicken wir den Entwicklungsgang, den das Werk-zeug im Laufe der Jahrtausende genommen hat, so findenwir ihn parallel verlaufen demjenigen der Arbeitsver-richtuugeu uud Arbeitsleistungen, die wir kennen. Auseinem oder wenigen höchst einfachen und unvollkommenenWerkzeugen, die in unbestimmter Allgemeinheit gleichsamalles iu allem waren, lösen sich immer neue uud neueFormen los, differenzieren sich die Funktionen der einzelnenWerkzeuge zu immer größerer Mannigfaltigkeit. Es istdieselbe Erscheinung, die wir auch bei der Entwicklung derTiergestalten und der Sprache beobachten: die Vermannig-faltung des Gebrauchs schafft immer ueue Formen, die sichimmer vollkommener den einzelnen Gebrauchsakten anpassen.Aus der primitiven Spitzhacke oder der mit einer breitenSchärfe versehenen Hacke entwickeln sich langsam die Axt,der Hammer, das Messer, der Meißel, die Säge, der Bohrerund was sonst an Prototypen späterer Werkzeugskategorienzu nennen wäre. Und in dem Maße, wie sich das Prinzipder Arbcitszerlegung durchsetzt, verfeinert sich innerhalb