Druckschrift 
1 (1904)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

Die Entwickelungsphasen d. gewerbl. Technik im allgcm. 11

1. Zusammculcgung des Materials zu Bündeln, die einegleichzeitige Behandlung von vielen Eiuzelgcgenstäuden er-möglicht: Beispiele das Drahtbündel, an dein gleichzeitigsn raasss Stecknadelköpfe gefeilt werden; das Streichholz-bündel, das zum Eintauchen in die Zündmasse zusammen-gefaßt wird; 2. Verteilung großer Materialmasscn zwecksbesserer Bearbeitung: Stearin, das man in 2VV Kerzen-Gnßformen laufen läßt; 3. eiu zweckmäßiges Nachcinander-ordnen des Materials, damit dieses in richtiger Reihenfolgedie verschiedenen Stadien des Arbeitsprozesses Passierenkann: Papier; 4. Sortieren des Materials, nm es seinerVerschiedenheit entsprechend verschieden behandeln zu können:Hadern!

Nnn aber vermögen wir allen jenen Verfahrnugs-weisen nur dann volles Verständnis abzugewinnen, wennwir sie noch in einer weiteren, bisher absichtlich nicht be-rührten Wirkung zu begreifen versuchen: Jene bestimmtenArbeitsweisen sind in großem Umfange Voraussetzung,häufig Veranlassung, um beispielsweise neu gewonneneKenntnisse etwa von chemischen Prozessen zur Anwendungzu bringen. Sie bilden vor allem aber auch oft die Basisfür die Entwicklung desjenigen Faktors der schöpferischenMenschcnarbeit, dem man vielleicht mit Recht die vornehmsteStellung unter allen Elementen des Arbeitsprozesses an-weisen darf: für die Entwicklung und Vervollkommnungdes Arbeitsmittels. Ein Ding oder einen Komplex vonDingen, die der Arbeiter zwischen sich und den ArbeitS-gcgenstand schiebt, um sie als Machtmittel auf andere Dingeseinen Zwecken gemäß wirken zu lassen.

Damals, als der Urmensch znm ersten Male bewnßtjenen spitzen Stein wieder aufgriff, der ihm schou einmalgedient hatte, um mit ihm abermals seine kratzende Tätig-keit zn unterstützen das zufällige Ergreifen nnd Wieder-