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1 (1904)
Entstehung
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10 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.

an Stelle vollwertiger Totallcistnngen zu nutzen: durch dieZerlegung des Gcsamtprodnktionsprozesses in einzelneTeile entstehen viele Teilarteu, zu deren Ausführung Kinder,Weiber, Greise, Krüppel und geistig Arme gleichermaßensich eignen wie vollwertige Arbeitskräfte mit Kraft undGeschick; entstehen aber auch so vielerlei Teilarbeiten, daßdie qualitativ unterschiedliche Begabung der Mcuschen zuvoller Berücksichtigung zu gelangen vermag. Die Arbeits-zerlegung verselbständigt gleichsam die Teilprozesse; sie ge-stattet dadurch das, was früher nur uacheiuander denkbarwar, nebeneinander zu legein die gleichzeitige Inangriff-nahme sämtlicher Arbeitsverrichtungen eines Gesamtprozesseswird möglich. So lange es nur einSpinnen" gibt, kanndieser Gesamtprozcß immer nur als Ganzes zu gleicher Zeitbegonnen werden. Nnn dasSpinnen" in seine Bestand-teile aufgelöst ist, kann s. tsraxo nebeneinander kardiert,gestreckt, vor- und feingesponncn werden: eins der wesent-lichsten Momente für die Beschleunigung des Produktions-prozesses.

So wichtig ist dieses Verfahren der Arbeitszcrlcgungdank der daran sich knüpfenden Möglichkeiten zweckmäßigerArbeitsorganisationen, daß es uns uicht in Erstaunen setzt,wenn wir die Ökonomen, die das Prinzip der Arbcits-zerleguug freilich iu etwas gebrochenem Zustande als so-genannteArbeitsteilung" erspäht hatten, durch den Glanzdieser folgenreichen Methode so sehr geblendet sehen, daßsie lange Zeit für andere analoge Verfahrungsweiseu zurAusgestaltung der Arbeitskunst gar keinen Blick hatten.Und doch gibt es deren noch manche. Bestimmte Methoden,das zu ver- oder bearbeitende Material in einer vorbedachtenWeise zurechtzulegeu, damit, weun dann die Arbeit vor-genommen wird, ein Marimnm von Effekt heransspringt.Diese vier Arten, sagen wir der Materialanordnnng, sind: