Die Entwickelungsphascn d. gewcrbl. Technik im allgem. 9
gesonderte Arbeitsaufgabe betrachtet werden kann. Ganznach dem Rezept jenes sehr zu Unrecht verspotteten Philo-sophen, von dem wir lernen sollen:
„Daß, was wir sonst auf einen SchlagGetrieben, wie Essen und Trinken freiEinsl Zwei! Dreil dazu nötig sei."
Dieses damit gekennzeichnete, durchaus nicht unvernünftige,sondern verwünscht gescheute Arbeitsverfahren wollen wirin Anlehnung an einzelne vorhandene Ansätze zur Erkennt-nis Arbeitszerlegnng nennen. Dabei braucht der Pro-duktionsprozeß zunächst gar nicht verändert zu sein und eskann doch das Arbeitsverfahren ein nenes sein, weil die-selben Verrichtungen wie früher nun in ihrer Sclbstäudig-keit erkannt werden. Beispiel: Eine Bänerin spinnt ihrenFlachs zu Gar», ohue zu wissen und sich darum zu kümmern,worans sich diese ihre durchaus einheitliche Arbeitsleistungzusammensetzt. Ein arbeitszerlegendes Verfahren löst dasSpinnen eines Fadens mindestens auf: 1. Kardieren;2. Strecken; 3. Vorspinnen; 4. Feinspinnen.
Die grundlegende Bedeutung dieses Verfahrens liegtnun aber in der dadurch erst geschaffeneu Möglichmachnnganderer Kunstgriffe des erfindnngsreichen Menschen zurbesseren Bewältigung seiner Aufgaben. Die Arbeitszerlegungbereitet die Arbeitsspezialisicrung vor: jeue Eiurichtung, beider ein und dieselbe Arbeitsverrichtung jederzeit von dem-selben Arbeiter ausgeführt wird. Das mag ein isolierterArbeiter oder ein Arbeiter in einem großen Betriebe sein.Daß aber die Spezialisierung der Arbeitsverrichtung dieArbeitsfertigkeit quantitativ uud qualitativ zu steigern ver-mag, wußte schon Adam Smith bekanntlich.
Die Arbeitszerlcguug schafft aber weiter erst die Mög-lichkeit, qualitativ und quantitativ abgestufte Arbeitslcistuugeu