8 Die gewerbliche Arbeit n. ihre Organisation.
Verfolgen wir die Menschheit auch auf diesem Ent-wicklungsgänge nnd suchen wir die einzelnen Stationendieser via oruois uns zu vergegenwärtigen, so wird unserAugenmerk zunächst auf einen Vorgang gerichtet sein müssen,in dem sich die Methoden des Arbeitens selbst vervoll-kommnen. Ich meine die Art und Weise, wie sich diebloße Fähigkeit entwickelt, die Gliedmaßen, also so gut wieausschließlich die Hände für die Bearbeitung der Sachendurch allerhand ingeniöse Hilfsmittel geeigneter zu machen.Daß auch dabei die Finger nur die willig gehorchendenOrgane des erfinderischen Hirnes sind, braucht nicht be-sonders betont zu werden.
Da ist es nun vor allem ein Tifferenzierungsprozeßder Arbeitsaufgaben und damit der Arbeitsleistungen, indenen sich die menschliche Arbeitskunst verfeinert und läutert.Mit fortschreitender Kultnr mehren sich einmal die von dermenschlichen Arbeit zu bewältigenden Probleme: es werdenimmer neue Güter in den Bereich unserer Bedarfsbefrie-dignng gezogen nnd schon dadurch bereichert sich die Skalaunserer Arbeitsverrichtungen. Bon der ursprünglich einzigenund einheitlichen Arbeitsleistung: dem Aufkratzen der Erdezu einer Höhlung bis zu der tausendfach differenzierten ge-werblichen Tätigkeit unserer Tage ist ein weiter Gang, dendie menschliche Arbeitskunst zurückgelegt hat. Ju diesemEntwicklungsgange ist nun aber zwischen zweierlei zu unter-scheiden: zwischen der Differenzierung der Arbeitsver-richtungen, die dnrch eine Vermehrung der Produkte hervor-gerufen ist und derjenigen Differenzierung, die gleichsamvon innen heraus durch eine bewußte Zerlegung der Arbeitin ihre einzelnen Teilverrichtungen entstanden ist.
Es handelt sich zunächst nur um die Tatsache, daß dieKunst des Arbeitens dahin fortgeschritten ist, eine Summevon Teilarbeiten aufzulösen, so daß nun jede Teilarbeit als