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Die gewerbliche Arbeit u, ihre Organisation.
anderes Prinzip der Werkzeugnutzung, von vielleicht nochgrößerer, noch schöpferischerer Bedeutung. Man hat esdas Walzen- oder Rotationsprinzip genannt und es be-steht in der Einführung der kontinuierlichen Drehbewegungin die Technik.
In allen unseren Werkzeugen nsw. lassen sich zwei For-mations-Hauptpcriodcu unterscheiden: die Periode, in welcherdas Werkzeug hin und her oder auf und ab bewegt wird,also immer einen toten Rückgang machen muß, um einenlebendig wirkenden Vor- und Abwärtsgang auszuführen, unddie Periode der kontinuierlichen Bewegung nach vor- oderabwärts. So unscheinbar der Fortschritt von der Periodedes toten Rückganges zur Periode der koutinuicrlichcu leben-digen Bewegung zu sein scheint, so bedeutet er doch in wirt-schaftlicher Beziehung gerade so viel, als der Fortschritt derPflanzen- und Tierfornien der Grauwackeuperiodc zu jenender Kreideperiode. Und doch ist das Prinzip der kontinuier-lichen Bewegung uach vor- uud rückwärts erst der Anfangdes Notationsprinzips: ehe die Bandsäge auftrat, hatte einFortschritt darin bestanden, die Säge beim Ans- und Ab-wärtsgehen in je einem Stamme oder in denselben Stammzweimal einschneideu zu lasseu; und ehe der Kreisbohrerin Aufnahme kam, hatte man das Hin- und Herbohren imHalbkreise ebenfalls schon gekannt. Die erste bedeutsameAnwendung des Rotationsprinzips in der Technik dürfte deraus Rädern bewegte Wagen gewesen sein. Heute ist dasPrinzip in jeder Sphäre der Technik so sehr verbreitet, daßes 1842 schon Jobard „das Kriterium der modernen Ge-werbstätigkeit" nannte, „weil jedes mechanische Verfahren,jede Fabrikation, die nicht die fortwährende, uunnterbrocheneTätigkeit besitzt, noch im Znstande des embryonalen Werdens"sei. Und Renleaux kennzeichnet die Bedeutung dieses selbenPrinzips mit den,Worten: „So wie der alte Philosoph die