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Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
Von dem wir schon Kenntnis haben, znr Anwendung ge-bracht werden: die Kooperation. Tiefe besteht zunächst innichts anderem als in einer Summicrung individueller Ar-beitskräfte, die erst später eine bestimmte Gliederung zueinem organischen Ganzen erfahren. In ihrer primitivenForm nennen wir sie einfache Kooperation, in ihrer Kom-bination mit der Spczialisation arbeitsteilige Kooperation.So erhalten wir folgendes Schema für die Anwcnduug derOrganisationsprinzipien:
1. Robinson deckt seinen Gcsamtbedarf allein; er kannzwar das arbeitszcrlegende, das materialvereinigcnde Ver-fahren anwenden, aber weder sich spezialisieren, noch koope-rieren.
2. Robinson und Freitag verteilen ihre Gesamtnrbeitso, daß jener ans die Jagd geht und Fische fängt, dieser dieHausarbeit verrichtet: einfache Spczialisation.
3. Robinson und Freitag vereinigen ihre Arbeit, nmden Baumstamm, aus dem ihr Boot angefertigt werdensoll, zum Strande zu rolle«: einfache Kooperation.
4. Robinson und Freitag geheu zusammen auf die Jagd:Freitag treibt das Wild zu, Robinson schießt es ab: Ver-einigung von Kooperation und Spezialisation ---- arbeitsteiligeKooperation.
Alle weiteren Unterschiede der Betriebsgestnltung sindnnn entweder nur quantitativer Art, d. h. eine Folge stärkererSpczialisation oder vermehrter Kooperation, oder aber siewerden begründet durch die verschiedenartige Gestaltung dessachlichen Produktionsfaktors: durch die verschiedene Be-schaffenheit oder verschiedene Anordnung der dem Arbeiterzur Verfügung stehenden Produktionsmittel.
Jedenfalls ergibt sich, wie aus dem oben Gesagten er-hellt, eine große Mannigfaltigkeit der Betriebsformen auchwiederum nach der Verschiedenheit der Anordnung der Pro-