Druckschrift 
1 (1904)
Entstehung
Seite
36
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Z<Z Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.

hochentwickelten Volkswirtschaft der Gegenwart treffen wirhäufig auf solche Alleinbctricbc. Hier sind es insbesonderedie Großstädte, wo sie in der Sphäre der Hausindustrie oftgenug auftreten.

Die übrigen Formen des Jndividnalbetriebes sind da-durch gekeuuzeichnet, daß um den einen hauptsächlicheu Ar-beiter eine Anzahl helfender Personen gruppiert sind; daskönnen entweder Familienmitglicder sein, dann sprechen wirVon einem Familienbetrieb, wie er in den älteren länd-lichen Hausiudustrieu häufig vorkommt, oder aber fremdeHilfspersonen, die dann zusammen mit dem Hanptarbeitcrdasjenige bilden, was ich einen Gehilfeubetrieb nenne.

Es ist selbstverständlich, daß in der Wirklichkeit sich dieGrenzen zwischen Jndividual- und Gesellschaftsbetrieb nachdem vou uus für die Unterscheiduug gewählten Kriteriumuicht immer scharf ziehen lassen. Will man daher die Fülleder Erscheinungen in einer Betriebssystematik möglichst zufassen versuchen, so wird man zwischen dem Jndividual-bctrieb und dem Gesellschaftsbetrieb eine Gruppe sogeuanuterÜbergangsbetriebe einfügen müssen, in denen sich dieKriterien des Jndividualbetriebes und des gesellschaftlichenBetriebes vermischen, die alfo mehr dem einen oder demanderen Typus zugehören, ohne vollständig ihn darzustellen.

Ich will hier diesen Typus der Übergangsbetriebe nichtdes näheren erörtern, sondern nur feststellen, daß zu ihmgehören die erweiterten Gehilfeubetriebe, der Jn-dividualbetrieb im großen und der gesellschaftlicheBetrieb im kleinen.

III. Die gesellschaftlichen Großbetriebe.

Die gesellschaftlichen Betriebe, wo sie rein auftrete»,tragen auch immer, wie es ihrer Natur entspricht, das Merk-mal der Größe an sich. Solcher gesellschaftlicher Großbetriebe,