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1 (1904)
Entstehung
Seite
85
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Die Erfüllung der subjekt, Voraussctz. kapiwlist. Wirtschaft. 8^

1. Eine der ersten Quellen, ans denen einzelnenPersonen in den Städten größere Vermögensbeträgc uu-merklich zuflössen, war der Besitz an Grnnd und Bodcu,sei es innerhalb, sei es außerhalb der Stadt. Einerseitswaren im Laufe des Mittelalters zahlreiche Landbesitzer indie Städte gezogen, die nunmehr von ihren steigenden Grund-renten, bezw. von der Veräußerung ihres Grnnd nnd BodensVorteile zogen, anderseits hatten sich die herrschenden Ge-schlechter in den Städten, die von vornherein hier selbst alsGrundbesitzer angesiedelt waren, in dem Maße ans derVerwertung dieses Grundbesitzes dnrch Leihe oder Verkaufzu bereichern vermocht, als sich die Städte zu entwickelnbegannen nnd damit das Territorium im Wert stieg, auf demdie Stadt sich aufbaute. Eine beträchtliche Vermehrungschon vorhandenen Vermögens trat dann im weiteren Verlaufdes Mittelalters dadurch ein, daß die reich werdenden Leutein immer größerem Umfange, sei es städtischen, sei esnamentlich ländlichen Grnnd und Boden ankauften, vondessen Wertsteigcrung sie profitierten.

2. Eine zweite reiche Quelle floß ans dem Leihever-kehr, deu bürgerliche Geldbesitzer mit den Repräsentantendes mittelalterlichen Reichtums unterhielten. Wir könnengeradezu von einer allmähligen Übertragung des Vermögensans den Händen der mittelalterlichen Gewalten in diejenigenbürgerlicher Existenzen sprechen. Tic Stellen, an denen sichwährend des Mittelalters die größten Einkünfte nnd Ver-mögen anhäuften, waren die oa-msra axoswlioa, die infolgeihreL weitverzweigten Steuersystems über außerordentlichhohe Einkünfte verfügte; waren ferner die Ritterorden, diednrch die Beiträge, die sie in ihren Zentralen aufspeicherten,sogar noch die Einnahmen der Päpste überflügelten; warenferner die Könige von Frankreich nnd England und end-lich die Großgrundbesitzer aller Art, die man nicht ganz