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den Ansichten, die ein neuer Mann äußert und hinge nicht viel lieber denMeinungen an, die bewährte Leute früher einmal gehegt haben? Neue An-sichten grundsätzlicher Art sind immer verdächtig und meistens falsch.Aber der Weg, auf dem ich den Leser führe, bietet auch viele Unbequem-lichkeiten dar, die er mir geneigtest nachsehen möge. Zu ihnen rechne ichvor allem die lästige Zitiererei, die immerfort den Strom der Rede unter-bricht und den Autor als unselbständigen Fant erscheinen läßt, die aberunvermeidlich wird in dem Augenblick, in dem man sich für den Weg derEhrlichkeit und Aufrichtigkeit entschieden hat.
Daß auch mit diesen Opfern eine Einheitlichkeit der Gesamtauffassungverbunden sein kann, und daß die Berufung auf gescheite Vorgänger mitEklektizismus nichts zu tun hat, ist wohl klar. Und ich sollte meinen, daßder folgende Traktat dieses einheitliche Gepräge trägt, trotz des Tributes,den er den Gedanken der Verstorbenen zollt.