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Vom Menschen : Versuch einer geistwissenschaftlichen Anthropologie / Werner Sombart
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Zur Verdeutlichung dieser etwas verwickelten Zusammenhängestelle ich sie in einem Schema dar, in dem die Pfeile die Wirkungenbezeichnen, die von den Wirkungszentren ausgehen.

Natürliche

Umwelt

Einzelner

Mensch

Geistige

Umwelt

b) Über die Art der unmittelbaren Wirkung der Umwelt auf den Men-schen werden sich kaum allgemeine Aussagen machen lassen, dienicht auf Binsenwahrheiten hinauslaufen wie etwa der Satz, daß essich nicht um einseitige Wirkungen von außen nach innen, sondernum Wechselwirkung zwischen außen und innen handelt. Weshalb esauch falsch ist, zu fragen: ob eine Eigenschaft oder eine Betäti-gungsform beim Menschen von außen oder von innen stammt. Siehat immer einen doppelten Ursprung: Umwelt und Eigensein. Sieist, wie es Buckle richtig ausdrückt:The fruit of a doubleaction: an action of external phenomena upon the mind and anotheraction of the mind upon the phenomena 229 ). Wie diese Wechsel-wirkung zwischen Mensch und Umwelt sich vollzieht, ist aber wiegesagt von Fall zu Fall verschieden. Das einzige, was wir feststellenkönnen, sind.

c) die Möglichkeiten dieser Verschiedenheiten der Wirkungsweisen.

Solche ergeben sich zunächst aus der zwiefachen Art, in der dem Men-schen die Umwelt entgegentritt: Umwelt erscheint entweder als die demeinzelnen nicht bewußte Atmosphäre sinnlicher wie geistiger Art oderals der Widerstand bzw. die Förderung, die der Mensch von außen her inseiner Tätigkeit erfährt: der steinige Acker, den er pflügt oder die Kohle,