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auch bei etwas nberuvrmaler Dauer des ersten nicht stattfindenkann.
Die Zulassung zu einem Vvrtragscyclus ist lediglich an die For-malität der Einschreibung geknüpft, worauf dem Betreffenden eine aufihn persönlich lautende Zutrittsknrte zu dem betreffenden Cyclus ein-gehändigt wird. Die Karten sind beim Eintritt in das Auditoriumvorzuzeigen uud diese Controle ermöglicht eine genaue Statistik desBesuchs.
Für die hier besprochenen Vorträge steht der Stiftung ein eigenesAuditorium zur Verfügung, welches kaum mehr als 100 Zuhörer faßt.Für Schreibgclegenheit hat darin, um Raum zu sparen, nur iu sehrbeschränktem Maaße Vorsorge getroffen werden können. Im Nothfällekönnen noch etwa 50 Personen, theils im Vorzimmer, theils in demseitlich anstoßenden Sitzungszimmer so placirt werden, daß sie denWorten des Redners zu svlgcu vermögen. Aus diesen Raumverhältnissenergiebt sich eine nicht zu überschreitende Norm für die Besucherzahl,welche bei der Beurtheilung der letzteren in Anschlag zu bringen ist.Nur iu zwei Fällen standen größere Räume zur Verfügung undwurden höhere Dnrchschnittszifferu erreicht, bei den Vorträgen desHerrn Professor Findeisen über Deutschlands Handel uud Zollweseuim 19. Jahrhundert, die im Stadtvervrdneteusaale nud bei der theilwciseuWiedcrholuug der Borträge des Herrn vi-. Wuttke iu Plaueu i. B-, welchein einem großen Schnl- uud Bctsaale abgehalten uud von durchschuittlich231 Personen besucht wurden. Daß die Vorträge des Herrn Negierungs-Nath Dr. Schanze über den allgemeinen Theil des neuen bürgerlichenGesetzbuches im eigenen Hörsaale der Stistuug es aus die uämlichedurchschnittliche Zuhörcrzahl (141) brachten, wie die oben erwähntenim Stadtverordnetcnsaale abgehalteneu, war nur unter großen Un-bequemlichkeiten für die Thciluehmer zu ermöglichen.
Die Zusammenfassung der Bvrtragscyclcu mit den Einzelvor-trägen in den folgenden Tabellen macht es nöthig, hier zunächst diesezweite Gattung von Gehe Stiftungs -Vorträgen zu besprechen. Eiu geist-reicher Beurtheiler hat sie die „feierlichen Diners", die Vortragscyclendas „tägliche Brod" der Gehe-Stiftung genannt, und in der That istihnen ein gewisser repräsentativer Charakter nicht abzustreiten. Wiedie Thätigkeit der Gehe-Stiftnng überhaupt am 10. Januar 1885 durcheinen Einzelvortrag eröffnet wurde, den Se. Majestät der König durchpersönliche Theilnahme auszuzeichnen gcruhtcu, so beginnt in jedem