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Weltwirtschaft und Volkswirtschaft / von Heinrich Dietzel
Entstehung
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18891893, indem während dieser Zeit der Chef des Dresdenerstädtischen Statistischen Amtes, Herr Dircctvr Edelmann, welcher sichseit Eröffnung der Lehrthätigkeit der Stiftung im Januar 188ö alseine für die Zwecke der Stiftung ganz vorzüglich geeignete Lehrkraftbewährt hatte, mit Genehmigung der städtischen Behörden seine Thätig-keit regelmäßig zwischen der Gehe-Stiftung und seinem städtischen Amtetheilte, bis er leider am 5. December 1893 beiden durch einen früh-zeitigen Tod entrissen wurde. Die formelle Einrichtung zweier ordent-licher Lehrämter, eins für Staats- und Rechtslehre, eins für Volks-wirthschaft und Statistik, erfolgte jedoch erst durch Z 39 des NevidirtenStatuts vom 30. November 1893, vom Königl. Ministerium des Cultusund öffentlichen Unterrichts bestätigt durch Decret vom 10. März 1894.Auf Grund dieser Bestimmung wurde im Herbst 1894 der frühereKönigl. Sächsische Landgerichtsrath, nachmalige Regierungsrath im Kaiser-lichen Patentamte, Herr Dr. Mr. Schanze und im Herbste 1895 HerrDr. Hur. et xbil. Wuttke, beide durch frühere erfolgreiche Vorträge beider Gehe-Stiftung bewährt, zu Inhabern dieser Lehrämter bestellt, dersie seitdem ausschließlich ihre Lehrthätigkeit gewidmet haben.

Die oben aufgeführten 83 Vortragscyclen umfaßten zusammen932 einzelne Vorträge, so daß im Durchschnitt auf einen Cyclus11 Vorträge entfallen. Vortragscyclen, welche den ganzen Winterhindurch laufen, werden jetzt thunlichst vermieden, weil erfahrnngsmäßigder Eifer der Theilnehmer sich in so langer Zeit merklich abkühlt,zumal eine längere Pause in der Weihnachtszeit unvermeidlich ist. DieNormalzahl von einem Vortrage wöchentlich ergiebt sür jedes derbeiden Winter-Quartale, vou denen das erste nicht früher als in der2. Octvberwoche anfangen kann, 1012 Vorträge. Erweisen sich diesezur Bewältigung des Gegenstandes unzureichend, so wird der Cursusjetzt entweder in zwei oder mehr selbständige Cyclen zerlegt oder imNothfälle ihm noch eine Wochenstuude zugelegt. Bemerkt sei übrigensnoch, daß die Gehe-Stiftungsvorträge pünktlich zur angesetzten Zeitbeginnen (ohne sogenanntes akademisches Viertel) nnd somit etwaslänger dauern als Universitätsvorträge, zumal auch die zur Nicht-Überschreitung des Stundenschlags nöthigende Rücksichtnahme auf einenunmittelbar darauf in dem nämlichen Auditorium stattfindenden zweitenVortrag wegfällt. Ist, was nur ausnahmsweise vorkommt, ein Abendmit zwei Vorträgen besetzt, so wird die Einrichtung so getroffen, daßder erste ^ 6, der zweite >/z 8 Uhr beginnt, so daß eine Collision