Einleitung.
Wenn wir jetzt, da das Jahrhundert zur Rüste geht, derFortschritte und Wandlungen gedenken, die es unserm Volke ge-bracht, so treten als ragende Merksteine der Entwickelung drei Datenvor unser geistiges Auge: 1833 — 1848 — 1871.
Das Jahr 1833 erfreut sich nicht des gleichen historischenPrestiges wie das Jahr der Märzrevolution und das Jahr desdeutsch -französischen Krieges. Aber mit Unrecht. Denn zu dem,was die Eigenart unseres heutigen staatlichen wie gesellschaftlichenDaseins ausmacht — zu dem, wodurch dies heutige Dasein einhöheres, vollkommeneres ist als das der Vergangenheit, hat dasJahr 1833 den Grund gelegt.
Damals kam, nach langen Mühen, der deutsche Zollvereinunter preußischer Vormacht zum Abschluß; dieser Staatenbund, derden ersten Schritt auf der Bahn nationaler Einigung bedeutete, anderen Ende die Wiedererrichtung des deutschen Reiches liegen sollte.Und weiter hob die sociale Epoche an, die, nach dem kaiserlichenWorte, „im Zeichen des Verkehrs steht"; damals, als zu Leipzig jene kleine Broschüre erschien, die den Titel trug: „über ein sächsi-sches Eisenbahnsystem als Grundlage eines allgemeinen deutschenEisenbahnsystems" — jene kleine Broschüre, in der F. List denPlan entwickelte, als Correlat des „nationalen Zollsystems" ein„nationales Transportsystem" zu begründen, ein allmählich überganz Deutschland auszudehnendes Schienennetz ins Leben .zu rufen,dessen Ausgangs- und Mittelpunkt die Linie Leipzig—Dresden bilden müsse.