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Die Astrvnomie bis zum Jahre 1846,
Thatsache vielleicht auch andere Ursachen, in den körperlichen Ver-änderungen der Kometen liegend, maßgebend sein möchten. Esdarf gleich hier bemerkt werden, daß spätere UntersuchungenF. E. v. Asiens (1842—1878) und O. Backlunds (geb. 1846)eher für Bessel in die Wagschale fallen, obwohl ja das Vor-handensein eines interplanetarischen Medinms noch keineswegswiderlegt ist.
Nachdem Encke das Eis gebrochen hatte, wurden uoch mehrereder Kometen, mit denen man durch den Entdeckereifer eines Pons,B. Balz (1789—1867), F. F. A. Gambart (1800—1836),Brorsen, F. De Vico (1805—1848) u. a. bekannt gemacht ward,als solche von verhältnismäßig knrzer Umlaufsdaner erkannt. Ambekanntesten sind unter ihnen die nach Brorsen und W. v. Biela(1782—18S6) zubeuannten geworden; letzterer insbesondere deshalb,weil er, wie znerst M. F. Maury in Washington (1806—1873)mit Staunen 1846 wahrnahm, der Welt das auffällige Schauspieleiner Teilung darbot. Er zerfiel in zmei nebeneinander ihrenWeg ruhig fortsetzende kosmische Wolken, und als er 18S2 wiedersichtbar wurde, erschien er abermals doppelt, indem nur die Ent-fernung beider Teile etwas größer geworden war. Man hat Grundzu der Annahme, daß der Auflösungsprozeß seitdem fortgeschrittenist, denn man hat das Kometenpaar nicht mehr zu Gesichte be-kommen, und es ist gar nicht unwahrscheinlich, daß der großeMcteoritenschwarm, durch welchen nach den Beobachtungen vonPogson in Madras die Erde im November 1872 hindurchging,das letzte ZersetzuugSprvdukt des Bielaschen Kometen war. Schon1837 hatte der Österreicher I. Morstadt (1797—1868) den Ge-danken hingeworfen, es möge wohl zwischen Schweisstcrnen undMeteoranhäufungen gar kein grundsätzlicher Unterschied bestehen,und dreißig Jahre nachher hat diese Vermutung eine glänzendeRechtfertigung erfahren.
Der gewaltige Fortschritt, welchen das früher mühsame undverwickelte Geschäft der Bahnbestimmung eines Kometen in diesemJahrhundert gemacht hatte, erhellt schon aus der so rasch an-wachsenden Zahl festgelegter Bahnen dieser Art. Olbers undGauß hatten, wie wir wissen, diesen Fortschritt ermöglicht, aber