gebirges unterlegte, ist in vielen Hauptpunkten erhalten geblieben.Neben Ebel dürfen wir nicht I. G. F. de Charpentier (1786 bis1855) als einen glücklichen Westalpenforscher vergessen, dein anchdie ersten genaueren Profile durch die Pyrenäen zu danken sind.
In Italien ragte unter den Geologen, die nicht sowohl durchHypothesen als vielmehr durch rationelle Feststellung der Gebirgs-beschaffenheit ihre Wissenschaft förderten, G. B. Brocchi (1772 bis1826) hervor, der nicht nur die Struktur der Apenninen klar er-kannte, sondern anch eine tiefe Einsicht in die paläontologische Ent-wicklung bethätigte, über die er sich in einem ganz an Darwin gemahnenden Sinne aussprach. D. G. de Dolomieu, auf den dieUnterscheidung des gewöhnlichen Kalkes vom Bitterspate, dem nachihm so genannten Dolomit, zurückgeht, ragt, da er schon 1801im Alter von 51 Jahren starb, gerade nur uoch ins 19. Jahr-hundert hinein, und noch vor dessen Pforte war der in allenSätteln gerechte Naturforscher L. Spallanzani (1729 —1799)aus dem Leben geschieden, aber ein dritter Zeitgenosse, S. Breislak(1748—1826), schuf erst 1801 sein berühmtes Werk über die Vulkan-gebilde Kampaniens, welches, wenn auch durch unrichtige physikalischeVoraussetzungen, zumal durch das beliebte Hereinziehen der Elek-trizität in die Lehre vom Vulkanismus, ungünstig beeinflußt, dochdem Überwuchern der extrem-neptunistischeu Theorien einen Dammentgegensetzte. Geführt von Breislak , dnrchwanderte v. Bnch dieVulkanregion des Latiner- und Volskergebirges und mußte sich daeiugestehen, daß, was er sah, mit den in Freiberg eingesogenenAnsichten gar nicht zusammenpassen wollte. Daß der Führer deritalienischen Vulkauisten sich auch seinerseits wieder zu weit vor-wagte und sogar die Stadt Rom auf einem ausgebrannten Vulkaneerbaut sein ließ, kann nicht befremden in einer Zeit, welche denwissenschaftlichen Radikalismus mehr denn irgend eine andere be-günstigte. Breislak hatte auch die Auvergne und das französischeZentralplatean besucht und hier Desmarests (1725 —1815)Deutung der Bodeuform als einer altvulkanischen bestätigt gefunden.Hier erhielt anch B Faujas de St. Fond (1722 — 1819), einGeologe, dessen Unterhaltung für A. v. Humboldt anläßlich einesgelegentlichen Zusammentreffens in Rastatt bedeutungsvoll ward,