hindurchgebrochenen Ergußsteine orientiert. Wir wissen bereits,daß dieselbe aus eigener Kraft ihr Ziel nicht zu erreichen vermag,diesem vielmehr nur in engster Fühlung mit der Ver stein ernngs-künde oder Paläontologie sich stetig zu nähern hoffen darf.Dies festhaltend, können wir ein eigentümliches Verhalten derbetreffenden Wissenszweige konstatieren. Ursprünglich ging dieUntersuchung der petrifizierten Tier- und Pflanzenkörper ganzihren eigenen Weg, ohne sich viel um das Gestein zu kümmern,aus welchem das Fossil herausgenommen worden war. Allein soerzielte man nichts als Naritätensammlnngen; die Geologie alssolche hatte mit den Merkwürdigkeiten, die aus dem Schoße derErde gegraben wurden, recht wenig zu thun. Da waren es eben,wie obeu bemerkt, v. Buch, W. Smith, Deshayes u. a., welchezeigten, daß bestimmten Perioden der Erdentwicklung ganz be-stimmte Schichten und diesen wieder ganz charakteristische Ver-steinerungen Angehörten, so daß also, wenn man irgendwo dieseletzteren aufgefunden hatte, auch ein geologischer Horizonteindeutig fixiert war. Und wenn sich in zwei Autipodeuläudernder Erde das gleiche Fossil vorfand, so war damit gesagt, daßbeide Gegenden gleichzeitig aus dem sie ehedem bedeckenden Wasserhervorgetreten sein mußten. Darin lag offenbar ein ungeheurerFortschritt für die Schichtenlehre bekundet, aber ebenso ersichtlichwar jetzt das Interesse an den Tieren und Pflanzen, die im ver-steinerten Znstande die Bestimmung der Zeitfolge ermöglichten,sehr gesunken; denselben eignete nur ein mittelbarer Wert, so wieihn etwa Münzen mit verschiedenen Regentenbildern für dieArchäologie besitzen.
So ward ein drittes Stadium vorbereitet, in welches manseitdem eingetreten ist, ohne daß doch das vorgenannte irgendwiean aktneller Bedeutung verlor; die moderne Paläontologie, dereneigentlicher Vater eben auch wieder kein anderer als v. Buch ist,definiert sich als eine selbständige Naturgeschichte deruntergegangenen Lebewesen und tritt unter dem genetischenGesichtspunkte in die nächste Beziehung zur Biologie überhaupt.Damit scheint sie dem Bereiche der anorganischen Naturwissenschaftfreilich entrückt und wäre es anch, wenn wir nicht ihrer Herkunft