318 X. Die Geologie auf dem Wege von L, v. Buch zu Ch. Lyell,
zwischen Mineralogie und Geologie schädigte in der Regel die zweit-genannte Disziplin. Nur ausnahmsweise waren die Verhältnisseso günstig gelagert, wie in Heidelberg , wo, wie bemerkt, seit demJahre 1830 drei hervorragend tüchtige Fachgenossen, v. Leonhard,Blum uud Bronn, das überaus nützlich wirkende „Jahrbuch fürMineralogie, Geologie, Geognosie und Petrefaktenkunde" Heraus-gaben. Dasselbe gehört auch noch heute zu den geachtetsten Fach-zeitschriften und gewährt auch in den älteren Jahrgängen, haupt-sächlich der Referate wegen, eine Fülle von Belehrung. H. v. Meyerschuf 1846 die ebenfalls mit steigendem Erfolge ins 20. Jahrhundertsich fortsetzenden „Paläographica", und als gegen Ende der vierzigerJahre die Deutsche geologische Gesellschaft gegründet ward,der übrigens die KöoIoAiog,1 Looist^ ok LuAlanä und die LooistsKsolvAic^us äs Kranes vorangegangen waren, rief sie gleichzeitigmit regelmäßigen Jahreszusammenkünften auch die treffliche „Zeit-schrift " ins Leben, welche seitdem ein von ihr eingesetzter Ausschußredigiert. An beiden Institutionen beteiligte sich noch eifrigstL. v. Buch in der Spanne Zeit, die dem greisen Altmeister nochzu wirken vergönnt war. Von den Anfängen geologischerLandesaufnahmen und Landesanstalten haben wir eben-salls Kenntnis genommen. Kaum eine andere Naturwissenschaftbraucht so notwendig, wie die Geologie, den organisierten Zu-sammenschluß, und unter diesem ihren Sieg verbürgenden Zeichenist die jetzt schon innerlich gekräftigte Disziplin in eine neue Phaseihres Daseins eingetreten.