Clape>)ron und Holtzuiann,
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Berufes stecken gebliebenen Maschinentechniker, wie man Wohl sagendarf, zum täglichen Brote geworden; er liest an ihnen sofort ab,was er außerdem unr durch Rechnung und längeres Nachdenkenfinden würde. Leider muß auf eine Analyse der maßgebenden Ab-handlung Clapeyrons verzichtet werden, weil dieselbe ganz anshöherer Rechnung beruht. Er kleidete Carnots Schlüsse und Er-gebnisse mathematisch ein und brachte es so dahin, den theoretischenNutzeffekt einer durch Gase oder Dämpfe bewegten Maschine be-rechnen zu können; selbstverständlich ist, da ja kein Mechanismusvollkommen gemacht werden kann, dieser errechnete Effekt immer,und zwar nicht selten um ein Beträchtliches, größer als der wirk-liche. Etwas später hat ein zu verdienter Berühmtheit gelangterschottischer Ingenieur, W. I. M. Rankine (1820—1872), anläßlichseiner fruchtbaren Untersuchungen über die Ökonomie der Dampf-maschinen, die erwähnte Differenz genauer ermittelt nnd gezeigt,ein wie großer Teil der aufgewandten Wärme in nutzlos aus-gestoßenen Rauch hineinschlüpft, ohne bei der thatsächlichen Arbeits-leistung mitzuwirken.
Unter deu deutschen Fachmännern hat, nachdem die Cla-peyronsche Abhandlung schon zuvor eine Übertragung in uusereSprache erlebt hatte, K. A. H. Holtzmann (1811—1865) seineAufmerksamkeit den Neuerungen der beiden Franzosen zugewandt;doch begnügte er sich nicht damit, denselben in seiner Theorie derGase und Dämpfe von 1845 gebührend Rechnung zu tragen, son-dern er arbeitete auch an deren Weiterbildung werkthütig mit. Erdachte sich ein gewisses Volumen elastischer Flüssigkeit in einemWärmeeinflüssen gänzlich entzogenen Gefäße abgesperrt nnd in letz-teres dann einen Wärmestrom von außen geleitet; dann tritt eineSteigerung der Temperatur nnd eine Vergrößerung der bereitsvorhandenen Elastizität ein, aber die Materie bleibt unbewegt.Wäre andererseits die Vergrößerung des Volumens ermöglicht, soleitete die Wärmezufuhr auch eine wirkliche Bewegung ein. DiesenGedanken weiter ausgestaltend, kam Holtzmann dazu, ein gewissesMaß mechanischer Arbeit einer gewissen Temperaturzunahme alsäquivalent zur Seite zu stellen, aber dieser Begriff ist keineswegsidentisch mit jenem, den Mayer mit dem entsprechenden Haupt-