Spektrale Fixsterntypen.
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Er betont nämlich ausdrücklich, daß damals, als er das Daseinjener charakteristischen Linie feststellte, daS ganze Himmelsgewölbein phosphoreszierendem Glänze erstrahlt habe, und da lag alsooffenbar auch ein Zusammenwirken verschiedener Lichteinflüsse vor.So wird mithin noch viel geschehen müssen, nm nur erst einmalklar entscheiden zu können, wie man eigentlich, vom Standpunktedes Spektralanalytikers ans betrachtet, den rätselhaften Lichtschimmerals solchen unterscheide!: kaun.
Nicht weniger Rätsel erwarten uus auch im astrophysikalischeuTeile der Stellarastrouomie, wiewohl man gerade da mit berech-tigter Genugthuung auf eine Reihe bedeutender und erfreulicherErkenntniserweiterungen hinzuweisen in der Lage ist. Mit Kon-sequenz richteten, nachdem Rntherfurd vorangegangen war, denSpektralapparat auf den Fixsternhimmel Secchi, Huggins undMiller. Der Erstgenannte hatte auch den ersten Versuch eiuerKlassifikation der Fixsternspektren gemacht, aber über diesen An-fang erhob sich weit Secchis Ausstellung vvn vier gesondertenFixsterntypen, zu welcher er um die Mitte der sechziger Jahregelangte; als hodegetisches Prinzip wird diese Zuteilung allerSternspektren zu einer bestimmten Klasse noch jetzt geachtet, wennman auch inzwischen auf diesem Wege uoch weitere Fortschrittezu machen so glücklich war. Das Spektrum erster Art, sehr weitverbreitet, ist durch starke Absorptionsbanden und Lichtschwüche der— trotzdem zahlreich vorhaudeneu — metallischen Linien gekenn-zeichnet; hierher gehören die weißes und bläuliches Licht, zusammenmit vielen ultravioletten Strahlen, aussendenden Sterne, darunterdie Mehrzahl derjenigen erster Größe. Der zweite Typus umfaßtdie unserer Sonne ähnlichen Fixsterne (z. B. Kapella und Arktnr),die demnach gelblich schimmern; eine Fülle dunkler Linien ist dasauszeichnende Merkmal des Spektrums. Zum dritten Typus ge-hören die meisten roten und veränderlichen Sterne, und zwar istjetzt das Spektrum kanneliert, d. h. die farbigen Linien stehenwie die hell beleuchteten und folglich in dem der Lichtquelle abge-wandten Teile beschatteten Säulen eines Portikus nebeneinander.Das Licht kommt vom roten Ende, während es bei den Spektrenvom vierten Typus, das auch kräftigere Absorptionsbanden auf-