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Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften im neunzehnten Jahrhundert / von Siegmund Günther
Entstehung
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943
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einmal anbrechen zu sehen hofft, den Kopf zu zerbrechen. DieEigenart des menschlichen Denk- und Avperzeptivnsvermögens istnun einmal, was vor allein der kritizistisch gebildete Naturforscherniemals vergessen sollte, an gewisse Schranken gebunden, undzndem kann niemand, der ernstliche geschichtliche Studien getriebenhat, darüber im unklaren sein, daß uns jeder nachhaltige Fort-schritt im reinen Erkennen, wie in der Bezwingung derNaturkräfte uur immer vor neue Rätsel stellt. Wohl uns,daß es sich so verhält, wenn anders einer der schärfsten Denker,deren sich Deutschland je zu rühmen hatte, wenn Lessing imRechte ist mit seinem Ansspruche, daß das Ringen nach derWahrheit stets dem Besitze der Wahrheit vorzuziehen sei!Und so geben wir zum Schlüsse der Hoffnung Ranm, daß Der-jenige, der nach Ablanf des 20. Jahrhunderts die Bilanz derSäkulararbeit zu ziehen beauftragt ift, zu einem gleich befriedigendenoder wo möglich noch befriedigenderen Resultate seiner Thätigkeitgeführt werden möge; gleichzeitig aber anch der sehr begründete,?Vermutung, daß derselbe bei richtiger Abschätzung Dessen, was ge-sichert hinter ihm uud unerforscht noch vor ihm liegt, mit demsterbenden Laplace ausrufen wird:Oe yue nous c,onimis8onsesst xsu äs odoss; mg.i8 es c^us nous iAnorons o'sst immsn«s!"