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deren Zahl sich nach Billionen berechnet, als Wärme fühlen,-dafs wir die noch schnelleren als Licht und Farbe sehen.
Wir wissen ferner, dafs es mit feiner, oder wenigstens andersorganisirten Sinneswerkzeugen ausgerüstete Wesen giebt, derenWahrnehmungen sich in Bereiche erstrecken, wo es für uns nurStille und Nacht giebt.
Ja, aller Wahrscheinlichkeit nach, reihen sich in unendlicherReihenfolge Geschöpfe aneinander, für deren jedes der Wahr-nehmungskreis da beginnt, wo der des andern aufhört.
Nichts hält uns ab, angesichts der gröfseren Wunder, welcheuns die letzten Jahrzehnte gebracht, an die Möglichkeit zu denken,dafs die inductiven Wissenschaften, die Technik, Mittel findenkönnen, uns die Anschauungskreise aller jener Wesen zugänglichzu machen und so die bisherige armselige Trennung der Sinnes-wahrnehmungen in eine allgemeine grofse Intuition zu verwandeln.
Die Oceandampfer, die Eisenbahnzüge, das sind die Weber-schiffe, deren Hin- und Wiederschiefsen unablässig am lebendigenKleide der von der Körperarbeit mehr und mehr befreiten Mensch-heit webt, und die Parallellinien der Eisenbahngeleise, der Tele-graphendrähte, das sind die Notenlinien, auf welche die in derTechnik verkörperten, inductiven Wissenschaften bereits ihre Jubel-Ouverture der Zukunft geschrieben haben, und auf die sie dereinst,nach neuen Siegen im Kampfe für die Befreiung des Geistes vomKörpergewicht, auch ihre Symphonia Eroica schreiben werden.
Druck von Knrskes & Hohmann in