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hat, leicht zu führen; periodische Fluctuationen zu ihren Un-gunsten sind nicht mafsgebend. So hat sich z. B. der Exportin unserer Eisen- und Stahl-Industrie enorm ausgedehnt und istvon so hervorragender Wichtigkeit für dieselbe geworden, dafsseine Vermehrung oder Verminderung für ihre Prosperität aus-schlaggebend ist. Während zwischen 1861 und 1864 in Material-eisen und Stahl noch eine Mehreinfuhr von 94 000 Centnernstattfand, war bereits im Jahre 1878 eine Mehrausfuhr von beinahe8 Millionen Centnern zu verzeichnen. Die Gesammtausfuhr ohneAbrechnung der Einfuhr betrug über 11 Millionen Centner undaufserdem ca. 6 Million. Centner Roheisen deutschen Ursprungs.Seitdem ist das Quantum nicht allein gestiegen, sondern auch inseinem Verhältnis zum einheimischen Gebrauch gewachsen. DieEinfuhr-Statistik verschiedener fremder Staaten giebt uns ebenfallsein Bild der Vergröfserung des deutschen Wirthschaftsgebiets.
Es betrug die Einfuhr der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika aus Deutschland in den Jahren
1858.
1859.
1860.
1861.
1862.
1863.
1864.
14, 2
17,8
18,5
15,4
14-9
13,5
13,8
1865.
1866.
h-H
CO
C\
1868.
1869.
1870.
1871.
10,1
26,4
26,6
22,4
25,*
27,4
25,0
1872.
1873.
1874.
1875.
1876.
1877.
1878.
46,2
61,5
44,0
40,9
35 ,s
33 ,o
34,8
Millionen Dollars.
Wie wir sehen, hat im Ganzen eine grofse Zunahme statt-gefunden und die Fluctuationen nach unten und oben, welche sichinnerhalb dieser 21 Jahre zeigen, hängen mit den Einwirkungendes Secessionskrieges und der Hausseperiode zusammen. Wäh-rend des Ersteren war die Einfuhr naturgemäfs geschmälert, wäh-rend der Letzteren hingegen standen Arbeitslöhne und Roh-materialienpreise so hoch, dafs sich der Unterschied der Be-träge zwischen dem Culminationspunkt von 1873 und dem niedrig-sten Stand der letzten Serie im Jahre 1877 schon aus den hier-aus resultirenden Differenzen ohne eine beträchtliche Verminde-rung der Versandquantitäten erklären liefse.
Noch günstiger stellen sich die deutschen Ausfuhren nachFrankreich und Belgien . Sie betrugen in Millionen Francs nach